Landkreis will 1,3 Millionen Euro für Bücherschatz zahlen

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Wertvoller Bücherbestand: Blick in die Räume der Brehm-Bibliothek im Bad Arolser Schloss.

Waldeck-Frankenberg. Jahrelang gab es Streit um die Zukunft der Bibliothek-Brehm-Stiftung, teils mit harten Bandagen. Nun zeichnet sich eine Lösung ab.

Der Landkreis verpflichtet sich, seinen bisherigen jährlichen Zuschuss von 128.000 Euro bis Ende 2024 für Personal-, Sach- und Betriebskosten aufrechtzuerhalten. Im Gegenzug sollen 18.000 historische Büchern in das Stiftungsvermögen übergehen.

Das zumindest hat der Finanzausschuss am Donnerstag dem Kreistag für dessen Abstimmung am Montag empfohlen, mit zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme der FDP.

Die Stiftung, die den Betrieb der 42.000 Bände starken Bibliothek ermöglicht - laut Landkreis eine der bedeutendsten Stifter-Bibliotheken im deutschen Sprachraum - war in finanzielle Schieflage geraten. Daher hatte der Kreistag im Dezember 2012 einen Zuschuss von zwei Mio. Euro beschlossen. Im Gegenzug wollte Stifter Adolf Brehm seine Sammlung komplett an die Stiftung übereignen.

Doch es gab Kritik: Denn die zwei Mio. Euro sollten aus dem Vermögen der Waldeckischen Domanialverwaltung entnommen werden - einem Kreis-Eigenbetrieb, an dem die Waldecker Kommunen gewinnberechtigt sind. Diese leisteten Widerstand, es kam zu vielen Diskussionen, sogar zu Anzeigen von privater Seite gegen Landrat Dr. Reinhard Kubat und den Leiter der Domanialverwaltung, Rolf Kaufmann. Die nun anvisierte Lösung sei ein wichtiger Schritt, so Kubat.

Welchen Beitrag die Domanialverwaltung zusätzlich für die Stiftung leisten will, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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