„Bauern haben zum Teil alles verloren“

Landwirtschaftliche Vereine aus dem Waldecker Land rufen zu Spenden für Flutopfer auf

Rufen zu Spenden für die Flutopfer an der Ahr auf: (von links) Christian Heinemann, Fritz Grosche und Karl Schmidt von den Waldecker Landsenioren, Elke Jäger und Iris Illian vom Bezirkslandfrauenverein Waldeck, Stephanie Wetekam vom Kreisbauernverband Waldeck sowie Christina Grebe und Karin Herzog vom Verein für landwirtschaftliche Fortbildung Waldeck.
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Rufen zu Spenden für die Flutopfer an der Ahr auf: (von links) Christian Heinemann, Fritz Grosche und Karl Schmidt von den Waldecker Landsenioren, Elke Jäger und Iris Illian vom Bezirkslandfrauenverein Waldeck, Stephanie Wetekam vom Kreisbauernverband Waldeck sowie Christina Grebe und Karin Herzog vom Verein für landwirtschaftliche Fortbildung Waldeck.

Die Waldecker Landsenioren, die Bezirkslandfrauenverein Waldeck und der Verein für landwirtschaftliche Fortbildung Waldeck (vlf) rufen heimische Landwirte und Verbraucher auf, für Bauernfamilien und landwirtschaftliche Betriebe zu spenden, die Opfer der Hochwasserkatastrophe an der Ahr geworden sind.

Korbach – „Sie haben zum Teil alles verloren und kein Futter fürs Vieh“, erklärt Christian Heinemann von den Landsenioren, der die Idee für den Spendenaufruf hatte.

Er fand Zustimmung bei Vorsitzendem Karl Schmidt, der an die Reise der Landsenioren an die Ahr 2010 erinnerte, und Landsenior Fritz Grosche gewann rasch die Vertreterinnen der anderen landwirtschaftlichen Vereine im Waldecker Land für die Aktion.

Der Kreisbauernverband Waldeck hat sich bereit erklärt, über die gemeinnützige Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes für die ordnungsgemäße und zielgerichtete Verteilung der Spenden zu sorgen. „Das Geld wird über den dortigen Kreisbauernverband verteilt, es kommt direkt und eins zu eins dort an, wo es gebraucht wird“, sagt Stephanie Wetekam, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbands Waldeck. Hilfe könne dabei unbürokratisch angefragt werden: Der Antrag, der ausgefüllt werden müsse, sei leicht und schnell auszufüllen.

„Viele Bauernfamilien haben alles verloren – zum Teil ihre Häuser und Ställe, Vieh, Maschinen und Geräte, Futter fürs Vieh, inklusive der noch stehenden Ernte von diesem Jahr“, beschreibt Elke Jäger, Vorsitzende des Bezirkslandfrauenvereins Waldeck, das Ausmaß der Schäden. „Die Hochwasserkatastrophe ist dabei eine langfristige Belastung, die Böden sind zum Teil verseucht – das wird sich lange hinziehen“, erklärt Stephanie Wetekam. Deswegen werden auch langfristig Spenden gesammelt“, sagt Karin Herzog, Geschäftsführerin beim Verein für landwirtschaftliche Fortbildung Waldeck.

Die drei Waldecker Vereine haben mit Spenden aus ihren eigenen Kassen einen Grundstock gelegt, „nun bitten wir Landwirte und Verbraucher, die notleidenden Bauernfamilien ebenfalls zu unterstützen“, sagt Christian Heinemann.

Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden: Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes, Volksbank Köln-Bonn, IBAN DE57 3806 0186 1700 3490 43, BIC: GENODED1BRS, Stichwort: Hochwasserhilfe Juli 2021 aus dem Waldecker Land. Von Marianne Dämmer

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