Polizei zieht Auto nach 400.000 Kilometern aus dem Verkehr

Korbach. Ein sicheres Gespür bewiesen Beamte des regionalen Verkehrsdienstes der Polizei. Sie kontrollierten am Mittwochmorgen in Korbach einen Iveco Sprinter.

Das Fahrzeug aus dem Landkreis Siegen war offensichtlich in einem desolaten Zustand. Dass die Beamten mit ihrem Gespür richtig lagen, zeigte sich dann kurze Zeit später bei einem Sachverständigen: Das Gutachten weist 20 erhebliche Mängel auf.

So waren zum Beispiel die Bremsscheiben und Beläge auf einer Achse verschlissen, Betriebs- und Feststellbremsen nicht mehr funktionsfähig, Traggelenke und Stabilisatoren ausgeschlagen, eine Blattfeder gebrochen und bei einem Reifen war das Gewebe gebrochen.

Die Beamten des Verkehrsdienstes stellten daraufhin das Fahrzeug sicher und untersagten die Weiterfahrt.

Sandra Theis vom regionalen Verkehrsdienst sagte: „Mit solch einem desolaten Fahrzeug am Straßenverkehr teilzunehmen ist unverantwortlich. Das Auto hat 400.000 Kilometer gelaufen. Wie heißt es so schön: Bis das der TÜV uns scheidet.“

Auf den Fahrer kommen nun ein Bußgeld in Höhe von 180 Euro und ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei zu. Aber auch der Halter kommt nicht ungeschoren davon. Ihn erwarten 270 Euro und ebenfalls ein Punkt, weil er zugelassen beziehungsweise angeordnet hat, dass solch ein verkehrsunsicheres Fahrzeug in Betrieb genommen wird.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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