Tat unter Alkoholeinfluss

Nach Messerattacke in Korbacher Kleingarten: Mann muss in Therapie

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Das Schöffengericht in Korbach hat ein Urteil im Fall der Messerattacke in einem Kleingarten im September 2016 gesprochen. 

Korbach. Ein Abend im Kleingarten mit Starkbier und Wodka endete im September 2016 für den Gastgeber mit einem Messerstich in den Bauch, der Gast musste sich vor dem Korbacher Amtsgericht verantworten.

Am Montag hat das Schöffengericht in Korbach einen 36-Jährigen aus der Hansestadt deshalb zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der bis dahin unbescholtene Mann darf sich bewähren und muss eine Therapie für seine Alkoholsucht antreten.

Das heute 34-jährige Opfer kann sich an die Ereignisse in der Kleingartenanlage im Rhenaer Weg nicht erinnern. Der Stich hinterließ eine zehn Zentimeter tiefe Schnittwunde im Bauch, die bis in den Darm reichte. In Lebensgefahr schwebte er nicht.

Zusammen hatten die beiden Männer am 28. September 2016 sechs Liter Starkbier und eine Flasche Wodka getrunken – der Angeklagte erklärte, sich nur an einen Streit und eine Schlägerei zu erinnern, die Tat aber nicht mehr im Gedächtnis zu haben. Eine 32-jährige Zeugin berichtete, er habe dem Gastgeber zunächst ein Messer an den Hals gehalten, bevor er ihn mehrmals gegen das Bein trat. „Sie hatten nicht mal gestritten“, sagte sie, allerdings habe sie dem Gespräch auch schlecht folgen können. Ihr Eindruck: „Das war ein Kontrollverlust, als habe plötzlich einer den Schalter gekippt.“

Plötzlich seien die beiden hinter einer Mauer verschwunden. Nach einem Moment sei der Angeklagte mit dem Messer wieder aufgetaucht und dann verschwunden. Dann erschien der blutende Gastgeber, die Zeugin rief einen Notarzt. Der 36-Jährige stellte sich noch am selben Abend. Vor Gericht bat er um Entschuldigung und gestand.

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