Wenn das geliebte Haustier stirbt: Hier finden Mobby & Co. die letzte Ruhe

Ein Ort zum Erinnern: Auf dem Tierfriedhof in Goldhausen können Haustierbesitzer ihre Lieblinge beisetzen, um sie nicht an eine Tierverwertungsanstalt abgeben zu müssen. Der Friedhof ist der einzige im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Foto:  Bülau

Korbach. Der Abschied von einem geliebtem Haustier fällt vielen Menschen schwer. Wir erklären, welche Möglichkeiten sie für die letzte Ruhe ihrer treuen Begleiter haben.

Haustiere werden oft zu guten Freunden des Menschen. Doch irgendwann muss man von seinem geliebten Begleiter Abschied nehmen. Das Gesetz sieht vor, dass alle toten Tiere, die nicht zum menschlichen Verzehr geeignet sind, in Tierverwertungsanstalten abgeliefert werden müssen.

Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, um einen Ort zu haben, an dem man sich an seinen Vierbeiner erinnern kann. Im Korbacher Stadtteil Goldhausen besteht seit mittlerweile acht Jahren der erste und einzige Tierfriedhof im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Haustiere können dort beerdigt werden. Ihre ehemaligen Besitzer haben so einen Platz zum Gedenken. Betrieben wird der Natur-Tierfriedhof von Eckhard Kuhnhenn und seinem Sohn Gerhard Kuhnhenn

Wer einen eigenen Garten besitzt, hat zudem noch eine weitere Alternative: „Es ist grundsätzlich möglich, dass Heimtiere im eigenen Garten vergraben werden können“, sagt Dr. Martin Rintelen, Leiter des Veterinäramtes im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Voraussetzung dafür sei, dass der Garten zum Privatgrundstück gehöre. Wohne man zur Miete, müsse man das Begräbnis mit dem Vermieter abklären. „Die Tiere dürfen außerdem nicht an Tierseuchen erkrankt sein, der Garten darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen und man muss den Tierkörper mindestens 50 Zentimeter unter der Erde vergraben“, erklärt Rintelen. Das Grab müsse zudem mindestens zwei Meter von öffentlichen Wegen und Plätzen entfernt sein.

Hier ruht unser Mobby: Ein Grab auf dem Natur-Tierfriedhof in Goldhausen. Foto:  Bülau

Eine festgelegte Grenze, welche Tiere im eigenen Garten ihre letzte Ruhestätte finden dürfen, gebe es nicht. Allerdings sei alles, was größer ist als ein ausgewachsener Hund nicht zulässig, so der Leiter des Veterinäramtes.

Tierfriedhof in Goldhausen

Einen anderen Weg bietet die „Tierbestattung im Rosengarten“ in Kassel. Dort kann man seine Haustiere kremieren lassen. Je nach Gewicht des Tieres können die Preise für das Verbrennen von 19 bis 299 Euro variieren. „Wir holen die Tiere auch persönlich zu Hause oder beim Tierarzt ab. Dann kommen sie nach Badbergen zum Kremieren und anschließend können die Besitzer sie bei uns beisetzen, ihre Asche in unserem Rosengarten verstreuen oder die Urne mit nach Hause nehmen“, sagt Peggy Sebastian vom Rosengarten in Kassel.

Von Maximilian Bülau

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