Waldeckischer Sängerbund gründet Chor für Integration

Glauben an die Idee des Projektchores für Integration: (von links) Dr. Jürgen Römer, Marco Landau und Rüdiger Pfankuche. Foto: Saure

Korbach. Mit einem Projektchor für Integration geht der Waldeckische Sängerbund neue Wege. Er sucht dafür Sänger mit Migrationshintergrund. Ein erster möglicher Auftritt steht schon fest.

In einem ersten Treffen stellte der Geschäftsführer Marco Landau das Projekt vor, für das Landrat Dr. Reinhard Kubat die Schirmherrschaft übernommen hat. Am Dienstag, 24. Februar, sollen Menschen, die sich für die Integration stark machen, wie etwa Flüchtlingsbeauftragte, informiert werden. Anschließend sollen sie die Idee bei Einwohnern mit Migrationshintergrund vorstellen.

„Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.“ Der Ausspruch von E. T. A. Hoffmann, der uneingeschränkt für die Instrumentalmusik gilt, soll im Projektchor für Integration auch für die Sängerinnen und Sänger gelten. Über die Sprache, in der gesungen werden soll, macht sich Rüdiger Pfankuche keine Gedanken. „Es gibt so viel Liedgut, da wird sich schon etwas finden“, ist sich der Chorleiter des Waldeckischen Sängerbundes sicher. Marco Landau möchte alle Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen, er möchte bei ausländischen Clubs und Vereinen vorsprechen und auch das Netzwerk für Toleranz kann wertvolle Kontakte bieten. Dies sagte Dr. Jürgen Römer, Leiter des Fachdienstes für Dorf- und Regionalentwicklung dem Sängerbund zu, der die Idee nach Leibeskräften unterstützen möchte. „Es gibt nichts auf der Welt, was die Menschen so sehr zusammenschweißt wie gemeinsames Singen“, ist sich Römer sicher, dass die Idee Erfolg haben wird. Rechnen können die Initiatoren auch mit der Unterstützung von Christian Durstewitz, der den Chor einladen möchte, auf einem seiner Konzerte zu singen.

Eingeladen für den 24. Februar um 18.30 in Wieles Restaurant in Korbach ist jeder, der in irgendeiner Weise Kontakte mit Menschen mit Migrationshintergrund hat. Anschließend soll der Chor so schnell wie möglich mit seinen Proben beginnen, die ebenfalls in Wieles Restaurant stattfinden könnten.

Von Heike Saure

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