Mountainbike-Strecke

NABU Korbach kritisiert Grenztrail-Planung: „Sind nicht informiert und beteiligt worden“

Boomsportart Mountainbike: Am Eisenberg bei Goldhausen soll der erste Abschnitt der kreisweiten Strecke „Grenztrail“ entstehen. Der NABU hätte gerne seine Anregungen zum Streckenverlauf eingebracht.
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Boomsportart Mountainbike: Am Eisenberg bei Goldhausen soll der erste Abschnitt der kreisweiten Strecke „Grenztrail“ entstehen. Der NABU hätte gerne seine Anregungen zum Streckenverlauf eingebracht.

Irritation um das Genehmigungsverfahren für die kreisweite Mountainbike-Strecke-Grenztrail: Die NABU-Ortsgruppe Korbach übt Kritik. Sie sei an den Planungen für den Abschnitt am Eisenberg bei Goldhausen bislang nicht beteiligt worden.

Korbach – Der Landkreis plant zusammen mit 14 Städten und Gemeinden den Grenztrail. Begonnen hat das Projektbüro mit der Stadt Korbach als Pilotkommune. Die Planung für die Trails am Eisenberg liegt der Unteren Naturschutzbehörde aktuell zur Genehmigung vor. Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres soll dort mit dem Bau begonnen werden.

Vom aktuellen Sachstand habe er erst aus der Presse erfahren, moniert der Vorsitzende des NABU Korbach, Dr. Peter Koswig: „Der federführende Landkreis weist darauf hin, dass es ihm wichtig sei, die örtlichen Akteure dabei zu beteiligen.“ Die NABU-Gruppe Korbach sei allerdings bislang nicht über den geplanten Routenverlauf am Eisenberg bei Goldhausen informiert und auch nicht um eine Einschätzung gebeten worden.

Fraglich ist aus Koswigs Sicht, ob eine Beteiligung jetzt überhaupt noch erfolgen kann. „Die Projektverantwortlichen sind gerne bereit, der Ortsgruppe des NABU die aktuelle Planung noch einmal vorzustellen, um Anregungen und gegebenenfalls Ideen für die Ausgleichsmaßnahmen aufzunehmen“, erklärt eine Sprecherin des Landkreises auf Nachfrage unserer Zeitung. Grundsätzlich scheint der Streckenverlauf bei Goldhausen aber schon in trockenen Tüchern zu sein.

Das Genehmigungsverfahren im Korbacher Pilotprojekt soll quasi das Muster für alle weiteren Verfahren in den übrigen Grenztrail-Kommunen werden. Dazu befinde sich das Projektbüro mit der Unteren Naturschutzbehörde im Austausch, erläutert die Sprecherin. Eine Einbindung der Naturschutzverbände soll dabei in erster Linie dazu dienen, besonders im Bereich Avifauna – also der in der Region vorkommenden Vogelarten – Konflikte im Vorfeld auszuräumen.

Dies sei besonders in den Bereichen erforderlich, in denen keine gesicherten Daten, insbesondere zu Großvögeln vorliegen. „Dieser Schritt ist für den Bereich Eisenberg bereits erfolgt, hier wurden bereits entsprechende Hinweise bei der Streckenplanung berücksichtigt“, heißt es aus dem Kreishaus. Ein vom Projektbüro Bioline im Februar in der Korbacher Stadtverordnetenversammlung vorgestellter Streckenverlauf sei inzwischen entsprechend angepasst und nun im naturschutzrechtlichen Verfahren zur Genehmigung eingereicht worden.

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