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Nach Feuer in Korbacher Lagerhalle: Brandursache noch unklar

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Von: Lutz Benseler

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Der Einsatz war für die Feuerwehrleute herausfordernd: Der Brand drohte auf benachbarte Gebäude überzugreifen. Insgesamt fast sieben Stunden kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen.
Der Einsatz war für die Feuerwehrleute herausfordernd: Der Brand drohte auf benachbarte Gebäude überzugreifen. Insgesamt fast sieben Stunden kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen. © Lutz Benseler

Fast sieben Stunden haben die Feuerwehren am Dienstag gegen die Flammen gekämpft: Eine Lagerhalle stand in Vollbrand, der Schaden geht in die Hunderttausende. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen.

Korbach – Gegen 15.45 Uhr ging die Meldung von der Leitstelle ein, dass eine Lagerhalle im Ziegelhütter Weg brennt. Bei Eintreffen der Korbacher Feuerwehr stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Es wurden mehrere Feuerwehren der Korbacher Ortsteile und aus Bad Arolsen nachalarmiert. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden an, die Lagerhalle brannte vollständig ab. Erst um 22.30 Uhr rückte das letzte Fahrzeug wieder im Stützpunkt ein. „Um 23 Uhr war die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt“, berichtete Stadtbrandinspektor Carsten Vahland.

Die große Herausforderung des Einsatzes: Die Flammen drohten auf die Nachbargebäude überzugreifen, die große Hitze hatte an ihnen bereits erhebliche Schäden verursacht. „In Gefahr war vor allem eine große Lagerhalle in direkter Nachbarschaft“, sagte Vahland.

Die Feuerwehren gingen mit einer sogenannten Riegelstellung vor. Dabei wird mit mehreren Strahlrohren ein Wasservorhang zwischen den Gebäuden gebildet. Große Mengen Löschwasser werden dafür benötigt. Dafür bauten die Einsatzkräfte eine Löschwasserversorgung aus mehreren Straßen auf, die dafür abgesperrt werden mussten. „Der Einsatz war aus unserer Sicht sehr effektiv“, so das Fazit des Stadtbrandinspektors. Das Übergreifen des Feuers sei erfolgreich verhindert worden.

Bereits am Mittwochmorgen mussten die Feuerwehrleute erneut in den Ziegelhütter Weg ausrücken, diesmal zu Nachlöscharbeiten. Es war wieder zu einer Rauchentwicklung gekommen.

Die Brandursache ist noch unklar, wie die Polizei mitteilte. Die Kriminalpolizei Korbach hat am Dienstagnachmittag die Ermittlungen am Brandort aufgenommen und die Brandstelle beschlagnahmt. Die Untersuchungen am Brandort wurden am Mittwoch durch die Brandermittler fortgesetzt und werden nach Auskunft der Polizei einige Tage andauern. In die weiteren Ermittlungen wird auch das Hessische Landeskriminalamt miteingebunden.

In der Halle befanden sich die Lager eines Veranstaltungsunternehmens, einer Umzugsfirma, eines Motorradgeschäftes und des städtischen Bauhofes sowie ein Tattoo-Studio mit Wohnung. Der Sachschaden beträgt nach ersten vorläufigen Schätzungen der Polizei mindestens 250.000 Euro, tatsächlich dürfte die Summe deutlich darüber liegen. Allein der Bauhof überschreite den Betrag bereits, so Vahland. Bei dem Brand wurde die komplette Winterdienstausstattung mit Streuaufsätzen für die Unimogs, Räumschilden und Schneefräsen zerstört. Das Korbacher Veranstaltungsunternehmen hatte in der Halle fast seine komplette Ausrüstung gelagert, darunter Lautsprecher und andere technische Geräte. Auch hier fiel alles den Flammen zum Opfer. (Lutz Benseler)

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