Mit „Hans im Glück“ und „Faust“

Neue Stücke, neue Spielorte: Freilichtbühne tritt 2022 an Kilianskirche und Wollweberturm auf

2010 war das Südportal der Kilianskirche schon einmal Kulisse für die Korbacher Freilichtbühne: Damals wurde Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel „Jedermann“ aufgeführt. 2022 ist der „Faust“ zu sehen.
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2010 war das Südportal der Kilianskirche schon einmal Kulisse für die Korbacher Freilichtbühne: Damals wurde Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel „Jedermann“ aufgeführt. 2022 ist der „Faust“ zu sehen.

Mit „Hans im Glück“ und „Faust“ meldet sich die Freilichtbühne Korbach im kommenden Jahr zurück. Weil die Bühne im Schießhagen umgebaut werden soll, haben sich die Mitglieder nach neuen Spielstätten umgeschaut.

Korbach – 2010 war das Südportal der Kilianskirche schon einmal Kulisse für großes Schauspiel: Damals hatte die Freilichtbühne Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel „Jedermann“ aufgeführt. Auch diesmal soll ein Klassiker auf die Bühne kommen: „Faust“ in einer Bearbeitung von Günther Treptow wird vom 5. bis 28. August 2022 zu sehen sein. Der Schauspieler aus Wien begleitet die Korbacher Freilichtbühne schon seit vielen Jahren.

In dem Abendstück geht es um große moralische Fragen und um den modernen Menschen, der immer mehr will: Um sein Verlangen nach Erkenntnis und Lust zu stillen, schließt Doktor Heinrich Faust einen Pakt mit dem Teufel Mephisto, verführt mit seiner Hilfe die junge und unschuldige Margarete (Gretchen) und richtet sie damit zugrunde.

Hinter dem Familienstück „Hans im Glück“ verbirgt sich eine moderne Fassung des Grimmschen Märchens, die vom 25. Juni bis 31. Juli auf die Bühne kommt. Es wird im Herrschaftlichen Hagen hinter dem Wollweberturm zu sehen sein. Auch bekannte Figuren aus anderen Märchen tauchen in dem Stück auf, das in die heutige Zeit versetzt wurde und voller augenzwinkernden Wendungen steckt: Aschenputtels Traumprinz beispielsweise schickt den gefundenen Schuh postwendend an einen Schuh-Discounter zurück, statt sich auf die Suche nach der holden Maid zu begeben.

„Wir freuen uns darauf, hoffentlich wieder eine normale Saison spielen zu können“, sagt Jana Thielemann vom Vorstand der Freilichtbühne. Wegen der Corona-Pandemie musste die Saison 2020 komplett abgesagt werden, in diesem Jahr gab es ein Programm mit Kurzgeschichten und kleiner Besetzung.

Die Proben für die neuen Stücke beginnen im November. Den Auftakt macht ein Spielerseminar mit Günther Treptow am 6. und 7. November im Steinhaus der Freilichtbühne. Anschließend geht es mit den normalen Proben los.

„Wir suchen noch Leute, die sich einbringen wollen“, sagt Jana Thielemann. Egal ob als Spieler, Kulissenbauer, in der Nähstube, hinterm Mischpult oder im Verkauf – in allen Sparten seien noch viele interessante Aufgaben zu erledigen.

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