Nils Sauerland geht als Schlagzeuger mit Christian Durstewitz auf Tour

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Als Schlagzeuger hat Nils Sauerland am meisten zu schleppen, wenn er sein Instrument für Konzerte einpacken muss. Das Schlagzeug besteht aus zahlreichen Einzelteilen, die er nach und nach hat einbauen lassen. Drei der Kessel hat er extra aus New York importiert. Ein Bestandteil ist auch die Elektronik, womit er vorproduzierte Effekte einspielen kann.

Korbach. Als Schuljunge lernte er das Schlagzeugspielen, jetzt ist er Drummer der Band von Christian Durstewitz.

Diesen Monat gibt es die neue CD der Gruppe mit dem Titel „Welt Zoo“ und einem Cover, auf dem alle fünf Musiker Tiermasken tragen. Im Sommer geht die Band auf Tour. Nils Sauerland, 27 Jahre, aus Korbach sprach im Interview mit der HNA über das Reizvolle an der Musik und seine Ziele und Träume.

„Welt Zoo“ – ein tierisches Album. Warum verstecken Sie sich hinter Masken?

Nils Sauerland: Christian Durstewitz hat sich mit Phänomenen wie PEGIDA auseinandergesetzt. Die Zoo-Metapher soll symbolisieren, dass die Welt wie ein Irrenhaus ist, aber jeder einzigartig. Die unterschiedlichen Tiere stehen für die verschiedenen Hautfarben und Herkünfte der Menschen. In der Band sind sie eine Einheit.

Die Masken verdecken die Gesichter der Musiker. Steht ein Schlagzeuger nicht ohnehin eher im Hintergrund? 

Sauerland: Das stimmt. Ich trage eine Wolfsmaske, die Bühnenpräsenz ist aber gut. Es gibt viele elektronische Komponenten in unserer Musik, die Vorproduktion erfordern. Diese Soundfetzen habe ich gespeichert und kann sie beim Auftritt über die Trommel abrufen. Das war früher nicht möglich. Ich begleite die Band rhythmisch und es gibt zusätzlich viele elektronische Einwürfe, wofür sonst mindestens zwei Keyboarder nötig wären.

Ist durch die Elektronik die Verantwortung des Schlagzeugers gestiegen? 

Sauerland: Ich produziere viel mit Christian im Vorhinein im Studio, so dass manche Sets vorher fertig sind. Früher musste es Hauptsache laut sein, jetzt wird vorher mehr ausgearbeitet.

 

Wie viel Mitspracherecht er hat und wie schwierig es ist, sich auf die unterschiedlichen Musiker einzustellen, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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