„Ein Quantensprung in die Zukunft“

Operationssäle im Korbacher Stadtkrankenhaus für knapp sechs Millionen Euro umgebaut

Freuen sich über den Abschluss der Bauarbeiten im OP: (von links) Dr. Arved-Winfried Schneider (Ärztlicher Direktor), Simone Hartwig (OP-Schwester), Sassan Pur (Geschäftsführer), Dr. Kurt Bodien (HNO-Belegarzt), Uwe von Hagen (OP-Manager), Markus Hesse (Technik) und Bürgermeister Klaus Friedrich.
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Freuen sich über den Abschluss der Bauarbeiten im OP: (von links) Dr. Arved-Winfried Schneider (Ärztlicher Direktor), Simone Hartwig (OP-Schwester), Sassan Pur (Geschäftsführer), Dr. Kurt Bodien (HNO-Belegarzt), Uwe von Hagen (OP-Manager), Markus Hesse (Technik) und Bürgermeister Klaus Friedrich.

Nach zwei Jahren reiner Bauzeit können die beiden neuen Operationssäle im Stadtkrankenhaus Korbach in den kommenden Tagen in Betrieb genommen werden. Wert gelegt wurde beim Umbau nicht nur auf eine patienten- und mitarbeiterfreundliche Ausstattung, sondern auch auf ausgefeilte Digitalisierung.

Korbach – Mit einem Investitionsvolumen von knapp sechs Millionen Euro sind so zwei neue OP-Säle mit Funktionsräumen zur Einleitung der Anästhesie, neuen Personalschleusen inklusive Sanitärbereich sowie ein komplett neues OP-Produkte- und Instrumentenlager entstanden. Letzteres bezeichnet Uwe von Hagen, OP-Manager der Klinik, als das Herzstück: „Mit dem Instrumentenlager im Paternoster Systemaufzug haben wir sehr viel für die Arbeitsergonomie der OP-Kräfte, die Sterilgutüberwachung in digitaler Form und einen gigantischen Platzgewinn getan.“

Zugleich wurde die im OP benötigte Logistik wie zum Beispiel die Versorgung mit Sterilgut und OP-Instrumenten auf ein so genanntes Fallwagenkonzept umgestellt und optimiert, sodass bisher als Lager genutzte Räume zur Erweiterung des Operationsbereiches genutzt werden können. „Die neuen Operationssäle sind technisch auf dem absolut neuesten Stand und bieten durch die Tageslichtoption für das OP-Team optimale Arbeitsbedingungen. Für unser Haus ein Quantensprung in die Zukunft“, freut sich von Hagen.

Parallel zum Umbau hat die Klinik zwei neue Röntgengeräte für die OP-Abteilung sowie zwei Video-Anlagen zur sogenannten Schlüsselloch-Chirurgie (endoskopische Verfahren) angeschafft. Bauen bei laufendem OP-Betrieb war die größte Herausforderung für das Krankenhaus. So mussten mehrfach die Abläufe an den Baubetrieb angepasst werden. Die verringerten OP-Kapazitäten ließen sich nur durch längere Laufzeiten kompensieren. Bis spät in den Abend wurden geplante Operationen durchgeführt.

Geschäftsführer Sassan Pur dankt allen Patienten, Besuchern und Mitarbeitern, die die Lärmbelästigungen und Einschränkungen mit Verständnis mitgetragen haben. „Patientensicherheit ist immer unser oberstes Gebot“, erläuterte Sassan Pur. „Die Umbauphase der OP-Säle war daher eine sehr stressige Zeit für uns alle. Aber es hat sich gelohnt.“

Bis zur Fertigstellung waren mehr als 60 Baubesprechungen, sechs Planungsvarianten, viele Kilometer Kabel- und Rohrleitungen und etliches mehr nötig.

„Wir sind stolz auf die prosperierende Entwicklung des Krankenhauses in den letzten Jahren und den hohen medizinischen Standard, der durch den Ausbau des OP-Traktes einen weiteren Schub erhält“, sagte Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Friedrich. Die städtischen Gremien ständen hinter der Klinik und seinen Beschäftigten, ganz nach dem Motto „kommunal ist optimal“. (red)

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