Partner ziehen nach einem Jahr Bilanz

Pflegekräfte profitieren vom Ausbildungsverbund in Korbach

Ihre Zusammenarbeit hat sich bewährt: (von links) Andreas Nerowski, Daniela Flegel, Christine Altznauer, Matthias Funke, Meik Müllner, Maria Luise Paul, Sassan Pur, Ribana Klabunde und Agnes Schmidt.
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Ihre Zusammenarbeit hat sich bewährt: (von links) Andreas Nerowski, Daniela Flegel, Christine Altznauer, Matthias Funke, Meik Müllner, Maria Luise Paul, Sassan Pur, Ribana Klabunde und Agnes Schmidt.

Um Pflegeberufe attraktiver zu machen, Pflegekräften ein breiteres Tätigkeitsfeld zu bieten und damit dem Fachkräftemangel zu begegnen, ist die bisher für Kranken, Kinderkranken- und Altenpflege getrennt organisierte Ausbildung in einer zusammengefasst worden.

Korbach – Auf diese vom Gesetzgeber eröffnete Möglichkeit reagierte das Bildungszentrum am Stadtkrankenhaus Korbach, das nach eigenen Angaben als eine der ersten Pflegeschulen in der Region für die neue generalistische Pflegeausbildung einen Ausbildungsverbund gegründet hat.

Diesem Verbund gehören auch das Haus am Nordwall, der Albe Pflege- und Fahrdienst und das Evangelische Altenhilfezentrum Gesundbrunnen an. „Die organisatorische, inhaltliche und pädagogische Zusammenarbeit ist entscheidend für das Gelingen und die Qualität unserer Ausbildung“, sagte dazu Sassan Pur, Geschäftsführer des Stadtkrankenhaus Korbach.

Der theoretische Blockunterricht findet für alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam im Bildungszentrum statt. Dort erfolgen auch die Einsatzplanung für die Praxisstunden und das Bewerbungsmanagement.

Die Praxisstunden absolvieren die angehenden Pflegekräfte in den Unternehmen des Ausbildungsverbundes und bei weiteren Kooperationspartnern. Alles am Verbund Beteiligten haben ein einrichtungsübergreifendes Konzept erarbeitet und „eine digitale Kommunikationsplattform eingerichtet“, erläutert Matthias Funke, Leiter des Bildungszentrums am Stadtkrankenhaus. Mit dem Start einer Imagekampagne solle der weiterhin drohende Fachkräftemangel in der Pflege abgemildert werden.

Nach dem ersten Jahr des Ausbildungsverbundes ziehen die Kooperationspartner ein durchweg positives Resümee: „Wir könnten nicht ausbilden ohne den Verbund und die dadurch geteilten Aufgaben. Alle Auszubildende bekommen die gleichen Grundlagen, egal bei wem sie im Verbund angestellt sind“, erklärte Christine Altznauer, Geschäftsführerin des Albe Pflege- und Fahrdienstes.

Als sehr positiv bewertet auch Ribana Klabunde, Einrichtungsleiterin im Haus am Nordwall, dass die Altenpflege in der generalistischen Ausbildung einen größeren Anteil als bisher habe: „Wir sehen die Auszubildenden als große Bereicherung und freuen uns, den Schülern die Spezifika der Pflege und Betreuung von Senioren näher zu bringen.“ „Mit der neuen Ausbildungsform hat sich für die Pflegeschüler einiges positiv verändert“, berichtet Maria Luise Paul vom Evangelischen Altenhilfezentrum Gesundbrunnen. So würden die Auszubildenden nicht nur durch mehr Berufserfahrungen über Praktika in anderen Pflegebereichen profitieren, sie bekämen auch mehr Gehalt. Zudem würden sich nach der abgeschlossenen Pflegeausbildung mehr mögliche Tätigkeitsfelder eröffnen.

„Unser Ziel war und ist es, eine qualitativ hochwertige generalistische Pflegeausbildung anzubieten. Rückblickend auf ein Jahr Ausbildungsverbund kann man sagen, dass uns das gelungen ist“, erklärt Daniele Flegel, stellvertretende Leiterin des Bildungszentrums. (red)

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