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Preise für Häuser steigen in Waldeck-Frankenberg

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Der aktuelle Immobilienmarktbericht zeigt für Waldeck-Frankenberg weiter stark anziehende Preise. Insgesamt 2700 Kaufverträge sind für die Sammlung ausgewertet worden.
Der aktuelle Immobilienmarktbericht zeigt für Waldeck-Frankenberg weiter stark anziehende Preise. Insgesamt 2700 Kaufverträge sind für die Sammlung ausgewertet worden. © Lutz Benseler

Wohnungen, Grundstücke und Häuser: Der Immobilienmarktbericht zeigt für Waldeck-Frankenberg weiter stark anziehende Preise. 

Waldeck-Frankenberg –  Die Nachfrage ist vor allem im ländlichen Raum stark gestiegen: Dort gibt es eine deutliche Zunahme bei den Kaufverträgen für Baugrundstücke. Insgesamt 2700 Kaufverträge für bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Eigentumswohnungen im Landkreis Waldeck-Frankenberg hat die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für den Immobilienmarktbericht ausgewertet.

Demnach floriert der Immobilienmarkt ungeachtet der Pandemie. „Die Zahl der Eigentumsübergänge ist relativ konstant geblieben, gleichzeitig haben wir einen Geldumsatz auf einem Allzeithoch“, sagt Karina Fennel vom Gutachterausschuss. Der Umsatz beim Verkauf von Immobilien im Landkreis Waldeck-Frankenberg stieg um sieben Prozent auf 313 Millionen Euro.

Die Nachfrage nach bebauten Grundstücken in Waldeck-Frankenberg ist weiterhin hoch – besonders in den vier größten Städten Frankenberg (75 Kaufverträge), Bad Arolsen (79), Korbach (84) und Bad Wildungen (87). Dabei wurden rund 199 Millionen Euro umgesetzt (Vorjahr 191 Millionen Euro). Aber auch im ländlichen Raum steigt die Nachfrage.

Immobilienmarktbericht: Große Nachfrage bei Ein- und Zweifamilienhäusern

Besonders deutlich zeigt sich das an den unbebauten Grundstücken: Hier haben sich die Umsätze im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt: Von 3,3 Millionen Euro in 2020 auf 7,7 Millionen Euro in 2021. Aber auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern wächst im ländlichen Raum die Nachfrage: Hier stieg die Zahl der Kauffälle im Vergleich zum Vorjahr um 25 auf 165. Den größten Anteil bei den für den Immobilienmarktbericht ausgewerteten Kaufverträgen machen Verkäufe von frei stehenden Ein- und Zweifamilienhäusern aus.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der durchschnittliche Verkaufspreis in Waldeck-Frankenberg um 15 Prozent von rund 178 000 Euro auf 204 000 Euro gestiegen. Die Preisspanne für Häuser sei allerdings recht groß, erläuterte Fennel.

Immobilienmarktbericht kostenlos als Download

Den kompletten 213 Seiten starken Immobilienmarktbericht und weitere Daten gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal kostenlos als Download unter gds.hessen.de. Möglich macht das die Open-Data-Initiative des Landes Hessen. „Wir tragen damit zu mehr Transparenz bei“, erklärt Joachim Oellrich vom Gutachterausschuss.

Im Gutachterausschuss sind ausschließlich Fachleute wie Architekten, Vermessungs- und Bauingenieure, Immobilienmakler, Finanzfachleute und Landwirte ehrenamtlich tätig. Er ist unabhängig und an keine Weisungen gebunden. Seine Hauptaufgabe ist es, zur Transparenz auf dem Immobilienmarkt beizutragen. Der Gutachterausschuss wertet Kaufverträge aus, ermittelt Bodenrichtwerte, erstellt Gutachten und veröffentlicht regionale Immobilienmarktberichte. (Lutz Benseler)

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