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Romanautor Robert Focken legt den vierten Band seiner „Arnulf-Saga“ vor

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Ausschnitt aus dem Titelbild des neuen Historienromans von Robert Focken: „Arnulf – Der Herr der Elbe“ heißt der vierte Band der Saga, der kürzlich herausgekommen ist.
„Arnulf – Der Herr der Elbe“ heißt der neue Historienroman von Robert Focken, der vierte Band der Saga ist kürzlich herausgekommen. © Privat

„Arnulf – Der Herr der Elbe“ heißt der neue Historienroman von Robert Focken - der vierte Band der Saga ist kürzlich herausgekommen.

Korbach – Wo der nicht eben friedfertige König Karl zuschlägt, ist sein Krieger Arnulf meist nicht weit: Der Autor Robert Focken hat seinen Romanhelden weit herumkommen lassen im Reich des fränkischen Herrschers, der sich zu Weihnachten 800 in Rom zum Kaiser krönen lässt und bis heute „der Große“ genannt wird. Im vierten Band seiner „Arnulf-Saga“ schickt Focken seinen Helden in den hohen Norden: „Arnulf – Der Herr der Elbe“ heißt der neue Historienroman, der inzwischen herausgekommen ist.

Bezüge zu Waldeck

Aufgewachsen im fränkischen Fritzlar, verschlägt es Arnulf in Karls Heer, das sich 772 aufmacht, die Sachsen zu unterwerfen. Er kommt in den eroberten Edelhof Curbeki/Korbach, stößt mit den Truppen weiter nach Norden vor, wird im Dorf Aroldis/Arolsen gefangen genommen – und verliebt sich in Bylanuelde/Bielefeld in Erika, die von Focken erfundene Halbschwester des sächsischen Stammesführers Widukind. Erika und der Krieger und werden ein Paar.

Im 2019 erschienenen Band „Arnulf – Kampf um Bayern“ zieht der als „sax hamar“ – „Sachsenhammer“ – gefürchtete Held als Karls Truppführer gegen Herzog Tassilo. Wegen eines Übergriffs auf seine Frau Erika kommt es zum Zerwürfnis mit Karl – Arnulf und seine Familie ziehen mit einigen hundert Getreuen an die untere Elbe: nach Nordalbingien im westlichen Holstein. Dank Arnulfs Kampfkraft und Charisma können sie sich sich dort ihr eigenes kleines Reich aufbauen.

Ein Reich an der Elbe

798 setzt der Roman ein. Arnulf und seine Söhne haben Delbende – heute Lauenburg – zur Festung ausgebaut, Focken lässt ihn zudem die Hamarburg an der Alster-Einmündung gründen – heute als Hamburg bekannt. Erika bemüht sich, auf die Sitten in ihrem Reich einzuwirken und besonders, die „männliche Übergriffigkeit“ zu bekämpfen. Und dann gilt es für das Herrscherpaar noch, einen passenden Mann für ihre heranwachsende Tochter Roswith zu finden – die ihren eigenen Kopf hat.

Immer wieder muss sich die Familie gegenüber den miteinander verfeindeten Nordsachsen, Slawen vom Stamm der Abodriten und Dänen behaupten. Die Lage ändert sich schlagartig, als rebellische Sachsen fränkische Königsboten als Geiseln nehmen – darunter auch Arnulfs alten Freund Einhard. Der Gelehrte sollte später die berühmte „Vita Caroli Magni“ über den Kaiser schreiben.

Arnulf muss sich entscheidung: Zieht er in die Schlacht gegen seine neuen Nachbarn oder verbündet er sich mit ihnen gegen Karls Heer? Focken: „Dieser König, das weiß Arnulf nur zu gut, vergisst nichts und vergibt wenig...“

An den geschichtlichen Fakten orientiert

Wieder lässt der Autor das frühe Mittelalter lebendig werden. Auch wenn er sich ein paar Freiheiten gönnt: Der studierte Historiker hält sich in seinem Roman an wissenschaftliche Fakten. So erhalten die Leser wieder Einblicke in die Sozialstruktur der Völker oder lernen die politische Gemengelage im Norden von Karls Reich kennen.

798 kommt es bei bei Bornhöved zur Schlacht auf dem Sventanafeld, bei der die slawischen Abodriten mit fränkischer Unterstützung die Sachsen Nordalbingiens besiegen. Damit ist deren Widerstand gegen Karls Frankenreich gebrochen.

Arnulfs Schicksal besiegelt aber nicht Karl, sondern Verrat in den eigenen Reihen...

Für Robert Focken steht schon fest: Die Saga soll weitergehen. Seine „Vision“ sei, das gesamte deutsche Mittelalter in Form einer Romanserie nachzuerzählen, berichtet er. Der rote Faden dabei bilde die Familie Arnulfs mit ihren Nachkommen.

Robert Focken wurde 1963 in Höxter in Ostwestfalen geboren. Er wuchs in Holzminden an der Weser auf. Schon früh interessierte er sich für Geschichte, besonders für die Kriegszüge des Frankenkönigs Karl gegen die Sachsen.  Nach einem Volontariat bei der „Frankfurter Allgemeinen“ und Reisen führten nach Afrika und Asien studierte er von 1990 bis 1994 mittelalterliche und neue Geschichte. 2015 veröffentlichte Focken den ersten Band seiner „Arnulf“-Saga.

Lesung in Korbach geplant

Seinen neuen Band will Focken auch in Korbach vorstellen: Er plant eine Lesung, zum Beispiel in der Stadtbücherei.

Robert Focken, Arnulf – Der Herr der Elbe, Verlag, Acabus, Hamburg 2022, 557 Seiten, Taschenbuch, ISBN-13: 978-3862828180, Preis: 16 Euro.

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