Prozess um Satire-Wahlkampf wird neu aufgerollt

Wegen Wählertäuschung und Volksverhetzung: Henricus Pillardy ab heute vor Gericht

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Henricus Pillardy

Kassel/Korbach. Ein Student aus Nordhessen muss sich am heutigen Donnerstag erneut wegen eines Satire-Wahlkampfs vor Gericht verantworten.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 13.52 Uhr - Trotz eines Freispruchs in erster Instanz steht der 23-jährige Student wegen Wählertäuschung und Volksverhetzung vor dem Landgericht in Kassel. Den Vorschlag des Richters, das Verfahren gegen eine Geldzahlung einzustellen, lehnte der Staatsanwalt ab. 

Der Philosophiestudent war 2016 provokativ, aber erfolglos in der Kleinstadt Volkmarsen als Bürgermeisterkandidat angetreten. Ihm wird vorgeworfen, bei einer Unterschriftensammlung für seine Bürgermeisterkandidatur in Volkmarsen im Jahr 2015 Wähler getäuscht zu haben. Er soll in einigen Fällen nur erklärt haben, er sammele Unterschriften für den Erhalt des Freibads und Jugendraums. Gegen einen Freispruch im September hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Der Angeklagte selber erschien vor Gericht wie gewohnt mit Hut - seinem Markenzeichen - und ohne Anwalt. Er gab sich vollkommen unbedarft: Er habe mit 400 Leuten für die Unterschriftensammlung gesprochen und sei sich daher nicht sicher, ob er bei allen seine Kandidatur erwähnt habe. 

Keine Rolle mehr spielt in dem Berufungsverfahren der Vorwurf der Volksverhetzung wegen überspitzter Kommentare im sozialen Netzwerk Facebook

Das Urteil könnte noch am Donnerstag fallen. (lhe)

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