Spannende Seelenwanderung: Lesung mit Fantasy-Autor Markus Heitz

Stellte sein neues Buch „Exkarnation“ in Korbach vor: Markus Heitz, Fantasy-, Horror- und Space-Fiction-Autor. Foto: Zecher-Christ

Korbach. Nach Dämonen, Werwölfen und Vampiren nun die Seelenwanderung: Markus Heitz hat in Korbach aus seinem Buch "Exkarnation - Krieg der alten Seelen" gelesen. Dabei stellt er seinen ganz eigenen Ansatz vor.

Es ist nicht das erste Mal, dass Fantasy-, Horror- und Space-Fiction-Autor Markus Heitz in Korbach weilt. „Ich war schon mal hier und hab’s gleich wieder erkannt“, sagte er. Zahlreiche Zuhörer hatten sich Montagabend in der Stadtbücherei eingefunden, wo der 43-jährige Homburger sein neues Buch „Exkarnation - Krieg der alten Seelen“ vorstellte.

In vorherigen Werken hatte er sich mit Dämonen, Werwölfen und Vampiren, „die definitiv nicht in der Sonne glitzern“, befasst. Dazu gesellen sich nun Seelenwanderer. „Seelenwanderung ist ein altes, überliefertes Motiv, zu dem ich einen eigenen Ansatz entwickelt habe“, sagte Heitz.

Drastische Worte 

Er stellte drei Szenen vor. Man machte Bekanntschaft mit dem zukünftigen Körper der Seele von Hauptfigur Claire, die bei einem Autounfall gestorben war. In drastischen Worten beschrieb er Marlene Bechsteins Selbstmord, die sich beim Baden die Pulsadern aufschnitt. Er sprang zu einer Szene, bei der man die manipulative Bürgermeisterin von London kennenlernte, die von einem Seelenwanderer mit goldenen Augen bedroht wird.

Zu guter Letzt gab’s ein Wiedersehen mit Halb-Dämon Eric aus der Werwolf-Diologie (Ritus und Sanctum), der sich ins Hauptquartier der „Rettungsorganisation“ Libra begibt. Diese will, wie er, die Menschheit vor bösen Wesen schützen, tötet sie aber nicht, sondern sammelt sie, um deren Seelen reinzuwaschen.

Bei jeder Szene baute Heitz Spannung auf und brach diese mit dem Hinweis, „ich kann aus dramaturgischen Gründen nicht mehr verraten“ ab. Die Handlungsstränge werden sich in „Exkarnation“ allerdings noch nicht auflösen. 2015 folgt eine Fortsetzung.

Im Anschluss durfte das Publikum Fragen stellen. Heitz kündigte an, dass der fünfte Band von „Die Zwerge“ im Februar 2015 erscheint. Man erfuhr, dass er kein Bauchschreiber, sondern ein „Plotter und Planer“ ist. „Ich lese keine Bücher meines Genres mehr, denn ich will mir den Kopf freihalten für eigene Ideen.“ Als Lieblingsautoren nannte er H.P. Lovecraft, „der es noch immer drauf hat, „dunkle Stimmung aufzubauen“ und Theodor Storm, „dessen Schimmelreiter im Grunde eine wunderbare Gruselgeschichte ist“.

Nach der Lesung konnten sich die Besucher von Markus Heitz noch ihre Bücher signieren lassen.

Von Nadja Zecher-Christ

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