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„Sportsfun Teamday“ versetzt Schule am Enser Tor in Korbach in Bewegung

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Beim „Sportsfun Teamday“ an der Schule am Enser Tor in Korbach ging es rasant zu.
Beim „Sportsfun Teamday“ an der Schule am Enser Tor in Korbach ging es rasant zu. © Sarah Volk

Sportarten kennenlernen, Außergewöhnliches erleben und als Team wachsen: Der „Sportsfun Teamday“ begeisterte an der Schule am Enser Tor in Korbach.

Korbach – Der Ausstieg aus dem Fenster dauert einen Moment, die ersten Meter abwärts legt Julian am Seil noch langsam zurück. Unten vom Schulhof feuern seine Mitschüler ihn an, er findet mit den Füßen Halt – und grinst hinab. „Wer kann schon behaupten, sich aus dem zweiten Stock seiner Schule abgeseilt zu haben?“, sagt Lehrerin Janina Grebe, die an der Schule am Enser Tor mit Kollegen und der Sportjugend Hessen den „Sportsfun Teamday“ organisiert hat.

15 Schulen sind dieses Jahr in Hessen bei der Aktion dabei, erklärt David Schnorr von der Sportjugend Hessen – die Korbacher sind als Schule mit Förderschwerpunkt Lernen und kleinster Teilnehmer dabei. Die Sparkasse stellt auf Landesebene die Mittel für den Grundstock, die Kreissparkassen ermöglichen weitere Ausstattung. So entsteht ein vielfältiges Sportangebot mit drei Säulen: Da sind die Erlebnisstationen wie das Abseilen oder die Seilrutsche, für die viele Kinder ihren Mut zusammen nehmen. Außerdem gibt es Sport- und Teamstationen.

Als „Local Hero“ gab Mario Jassmann Schülern wie Szaffia beim „Sportsfun Teamday“ in Korbach einen Einblick ins Boxen.
Als „Local Hero“ gab Mario Jassmann Schülern wie Szaffia einen Einblick ins Boxen. © Wilhelm Figge

An Ersteren lernen die Mädchen und Jungen Sportarten kennen, die es nicht auf den normalen Lehrplan schaffen: So schlagen sie im Baseballkäfig ein paar Bälle oder üben mit Boxer Mario Jassmann. Der wurde als „Local Hero“ gewonnen, der zeigen soll, was Menschen aus der Region im Sport erreichen. „Die Kinder haben Spaß“, hält er fest. Nicht jeder werde Boxer, aber er wolle zeigen, dass es das Leben bereichere, sich einem Sport zu widmen.

Als Klassen gehen die Schüler Teamspielen nach: Da müssen sie sich etwa gegenseitig durch ein großes Spinnennetz heben oder in einem dunklen Raum koordinieren und durch ein „Laser-Labyrinth“ aus Wollfäden kriechen. Das alles brauche kreative Lösungen und Teamgeist, hält Janina Grebe fest. Wörtlich zu nehmen sei „Alle ziehen an einem Strang“ an der Kletterwand: Elf Mitschüler ziehen einen Klassenkameraden mit Seilen in die Höhe, so dass er ein aufgezeichnetes Labyrinth durchschreiten kann. Am besten schneidet dabei die siebte Klasse ab, die so ein Teamtrainig mit einem Erlebnispädagogen der Sportjugend gewinnt.

Strahlend laufen die Schüler von Station zu Station, Dinge wie Roller-Parcours, Klettermobil, Frisbee-Golf und die Torwand der Sparkasse stehen ihnen dabei offen – dem Bewegungsdrang nach Corona-Einschränkungen können sie freien Lauf lassen.

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