Stadt investierte 2,5 Mio. Euro in neues Regenrückhaltebecken

Nahmen das Regenrückhaltebecken in der Laake symbolisch am Schieberrad in Betrieb: (von links) Bauamtsleiter Stefan Bublak, Anwohner Jörg Kaltenborn, Bürgermeister Klaus Friedrich, Jochen Wachenfeld-Teschner (Bauunternehmen Wachenfeld), Ronny Körner (Stadtbauamt) und Carlos Vicente (Ingenieurbüro Gröticke). Foto: Hermann

Korbach. Mehr als 3000 Kubikmeter Wasser kann das neue Regenrückhaltebecken in der Laake in Korbach bei Starkregen aufnehmen. Diese Menge entspricht 25.000 Badewannenfüllungen.

Knapp 2,5 Millionen Euro hat sich die Hanse- und Kreisstadt das Becken kosten lassen. Bürgermeister Klaus Friedrich bezeichnete das Regenrückhaltebecken in der Grünanlage Laake als einen weiteren wichtigen Schritt, um für die Innenstadt einen besseren Hochwasserschutz zu erreichen.

Nach dem Hochwasserereignis 2006 habe die Stadt Korbach in den vergangenen Jahr weit mehr als 30 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert, berichtete der Bürgermeister. Wie berichtet, wurden Regenrückhaltebecken auch in der Waldmannsbreite, in der Arolser Landstraße, in der Flechtdorfer Straße und zuletzt an der Raiffeisenstraße gebaut und in Betrieb genommen.

In der Laake besteht die Anlage aus zwei hintereinander geschalteten Bauwerken, die das Abwasser bei Starkregen speichern und damit die Kanalisation und den nahen Kuhbach entlasten. Das erste Becken aus Stahlbeton hat ein Stauvolumen von 360 Kubikmetern. Erst wenn dieses überlauft, gelangt das Wasser in ein offenes Erdbecken mit einer Tiefe von 1,3 bis 1,7 Metern und einem Stauvolumen von 2700 Kubikmetern.

Bei trockener Witterung fließt das gespeicherte Abwasser dosiert der Kanalisation zu. In dem Stahlbetonbecken sei eine Rechenanlage installiert, die grobe Verunreinigungen ausfiltere, erklärte Ronny Körner vom Stadtbauamt. Füllstand, Ablaufmenge und eventuelle Störungen würden an die Leitstation in der Kläranlage Ittertal übertragen.

Für den Betrieb des Regenrückhaltebeckens mussten nach Angaben der Stadt mehr als 300 Meter neue Kanäle mit einem Durchmesser von bis zu 1,2 Meter und einer Tiefe von bis zu vier Meter verlegt werden. Klaus Friedrich dankte den am Bau beteiligten Unternehmen und dem Ingenieurbüro für die zügige Umsetzung der schwierigen Baustelle (unter anderem hohe Grundwasserstände und extreme Niederschläge).

Der besondere Dank des Bürgermeisters ging an die Familie Kaltenborn in der Schlesischen Straße. Sie hatte sich bereit erklärt, dass die Kanäle von der Schlesischen Straße in die Laake durch ihren Garten verlegt werden konnten.

Von Andreas Hermann

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