Ecke Auf Lülingskreuz/Eidinghäuser Berg

Stadt Korbach baut DFB-Minispielfeld ab: Bodenbelag beschädigt – Zwei neue Spielfelder geplant

Die Stadt hat das DFB-Kleinspielfeld am Eidinghäuser Weg in Korbach abgebaut.
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Die Stadt hat das DFB-Kleinspielfeld am Eidinghäuser Weg in Korbach abgebaut.

Bei der Eröffnung im Jahr 2008 war Andi Brehme, ehemaliger Nationalspieler und Weltmeister von 1990 dabei, jetzt hat die Stadt Korbach das DFB-Minispielfeld an der Ecke Auf Lülingskreuz/Eidinghäuser Berg abgebaut. Grund: Der Bodenbelag war schadhaft, eine Erneuerung zu teuer, heißt es von der Stadt. Doch es soll gleich doppelt Ersatz geben.

Korbach – Der Deutsche Fußballbund (DFB) hatte damals bundesweit 1000 solcher Spielfelder bezuschusst. In Korbach übernahm die Investitionskosten von 60 000 Euro zu einem Drittel die Stadt, der Rest ging auf Rechnung des DFB. Doch nach 13 Jahren ist der Bodenbelag in die Jahre gekommen. „Nach Auskunft von Sachverständigen bestanden hier Verletzungsgefahren, eine Reparatur war nicht mehr möglich. Die Verkehrssicherheit war nicht mehr gewährleistet“, teilt die Stadt auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Der gesamte Belag hätte ausgetauscht werden müssen, was mit erheblichen Kosten verbunden gewesen wäre.

In den vergangenen Monaten habe es außerdem immer wieder erhebliche Belästigungen der direkten Anwohner gegeben – unter anderem durch nächtliche Ruhestörungen beispielsweise in Form von lauter Musik. „Es gab dort zwar regelmäßige Kontrollen der Polizei, der Ordnungspolizeibeamten und auch des von der Stadt beauftragten Sicherheitsdienstes, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg.“

Einwurf vom Seitenaus: Weltmeister Andi Brehme eröffnet 2008 das Minispielfeld.

Ein Problem seien auch die immer wieder aus großer Höhe in die benachbarten Gärten einschlagenden Bälle. „Wenn ein schwerer Lederfußball plötzlich aus zehn bis zwölf Meter Höhe auf die Kaffeetafel im Garten neben der zweijährigen Enkelin aufschlägt und sich diese und ähnliche Vorgänge mehrmals am Tag abspielen, ist das für die Anlieger schon deutlich mehr als eine belastende Situation.“ Eine adäquate und zuverlässige Lösung dafür habe nicht gefunden werden können. „Der Magistrat hat daher beschlossen, das Fußballfeld an dieser Stelle abzubauen.“

Doch Ersatz ist geplant, denn „den Verantwortlichen ist bewusst, dass es sich um eine wichtige und stark frequentierte Freizeiteinrichtung für Kinder- und Jugendliche handelt.“ Der Haushaltsentwurf für das nächste Jahr sieht entsprechende Mittel für einen Wiederaufbau des Feldes an anderer Stelle vor. „Derzeit wird noch nach einem geeigneten Standort gesucht, an dem keine Beeinträchtigung von Anliegergrundstücken erfolgt, dennoch aber eine soziale Kontrolle gewährleistet ist.“

Parallel dazu soll ein weiteres vergleichbares Spielfeld im Bereich des Höringhäuser Weges hinter dem geplanten Lärmschutzwall zur Umgehungsstraße gebaut werden. „Hier besteht bereits entsprechendes Baurecht.“

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