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Stadt Korbach feiert Neubau: Rathaus eröffnet

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Von: Lutz Benseler

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Mit einer Eröffnungsfeier ist das neue Korbacher Rathaus seiner Bestimmung übergeben worden.
Mit einer Eröffnungsfeier ist das neue Korbacher Rathaus seiner Bestimmung übergeben worden. © Lutz Benseler

Nach rund drei Jahren Bauzeit hat die Stadt Korbach ihr neues Rathaus eröffnet. Nach einem offiziellen Festakt mit feierlicher Schlüsselübergabe am Donnerstag kann der Neubau seit Freitag besichtigt werden.

Korbach - Mehrere Hundert Korbacher hatten bereits zum Auftakt am Freitagnachmittag die öffentliche Eröffnungsfeier mit einer Aufführung der Freilichtbühne, Musik und Führungen besucht. Auch am Samstag stehen von 11 bis 18 Uhr die Türen für Besucher offen, begleitet von einem einem bunten Rahmenprogramm.

Bereits am Donnerstag gab es einen Festakt mit 200 geladenen Gästen und offizieller Schlüsselübergabe.

Vom Einzelbüro bis hin zu Räumen, in denen vier oder fünf Mitarbeiter Platz haben ist nun alles dabei, dazu eine Teeküche in jeder Abteilung, Aufzüge, der neue Sitzungssaal für die Stadtverordneten, ein großer Eingangsbereich mit Empfang – und einige Innovationen: So gibt es unter anderem im Bürgerbüro einen Automaten, an dem biometrische Fotos für Personalausweis, Pass & Co. gemacht werden können.

Wer zum Bürgerbüro möchte, zieht eine Nummer, die dann über einen Bildschirm aufgerufen wird. Dokumente und ähnliches können jetzt auch abends oder am Wochenende abgeholt werden. Dafür gibt es eine Abholstelle mit mehreren Fächern – ähnlich einer Packstation für Pakete. Wer etwas abholen möchte, bekommt einen Code aufs Handy, mit dem sich das entsprechende Fach öffnen lässt.

Ganz am Anfang stand 2017 ein europaweit ausgeschriebener Wettbewerb, an dem sich insgesamt 133 Architekten beteiligt hatten. Die Arbeitsgemeinschaft AGN/Heimspiel Architekten aus Münster überzeugte damals die Jury mit ihrer Idee: Der Entwurf nehme die Formen des historischen Rathauses auf und denke sie weiter, hieß es in der Begründung der Juroren.

Das alte Rathaus als „urbane Mine“: Ziel war, möglichst viele Materialien aus dem 70er-Jahre-Bau und der alten Stadtwache im Neubau wiederzuverwenden, um wertvolle Rohstoffe zu sparen. m Blickpunkt standen vor allem die Ziegel und der Beton. Diese sogenannten „mineralischen Abbruchmaterialien“ sind in einer mobilen Brecheranlage in Volkmarsen aufbereitet und im Beton für den Neubau wiederverwertet worden.

Rund 62 Prozent des Abbruchmaterials wurde schließlich für den Neubau verwertet: Insgesamt 5823 von 9617 Tonnen. Das Modellprojekt wird wissenschaftlich aufbereitet und soll zu einem Musterbeispiel für Planer, Architekten und Ingenieure werden.

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