Ecke Wildunger Landstraße/Frankenberger Landstraße

Stadt Korbach will Kuhbachbrücke sanieren

Die Brücke über die Kuhbach an der Kreuzung Wildunger Landstraße/Frankenberger Landstraße in Korbach soll saniert werden, aber auch künftig für Autos gesperrt bleiben.
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Die Brücke über die Kuhbach an der Kreuzung Wildunger Landstraße/Frankenberger Landstraße in Korbach soll saniert werden, aber auch künftig für Autos gesperrt bleiben.

Seit vier Jahren ist sie für den motorisierten Verkehr gesperrt: Die Stadt will die marode Brücke über die Kuhbach an der Kreuzung Wildunger Landstraße/Frankenberger Landstraße sanieren. Rund 220. 000 Euro soll das kosten. Die Brücke bleibt aber auch künftig für Autos gesperrt.

Korbach – Bei einer turnusmäßigen Prüfung war 2017 festgestellt worden, dass die Brücke mit der Fahrbahn und die benachbarte Fußgänger- und Radfahrbrücke statisch nur noch eingeschränkt tragfähig und abgängig waren. Die Stadt hat daraufhin die Fußgänger- und Radfahrerbrücke abbrechen lassen und die Fahrbahnbrücke für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Damals hatte die Stadt mit rund 290. 000 Euro für die Sanierung der verbliebenen Brücke kalkuliert. Entsprechende Mittel waren bereits im Haushalt eingestellt, doch die Stadtverordneten beschlossen im Dezember 2019 den Ansatz mit einem Sperrvermerk zu belegen. Mittlerweile hat ein Ingenieurbüro aus Fuldabrück ein Sanierungskonzept erarbeitet und in ein Asphaltgutachten für den Straßenaufbau erstellt. Das Ergebnis: Die Widerlager der Brücke sind noch brauchbar, nur der Überbau mit der Fahrbahnplatte muss erneuert werden.

Die Sanierung wird damit deutlich günstiger: „Die Instandsetzung der Brücke kostet rund 180 .000 Euro plus Nebenkosten“, erklärte Bauamtsleiter Stefan Bublak am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss – insgesamt rund 220. 000 Euro.

Das ist konkret geplant: Der alte Überbau wird abgerissen und durch eine Verbundplatte ersetzt. Die vorhandenen Widerlager bleiben bis auf die oberste Steinreihe erhalten, darauf werden neue Auflagerbalken aus Beton errichtet. Die Brücke soll auch künftig nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden. Die Sanierung sei aber nachhaltiger als der Neubau einer kleineren Fußgängerbrücke, sagte Bublak.

Holger Figge (SPD) und Kai Schumacher (Freie Wähler) hatten in den Ausschüssen danach gefragt, welche Lasten die Brücke tragen kann, Figge dabei mit Blick auf Feuerwehrfahrzeuge. Laut Bublak ist die Brücke für Belastungen ausgelegt, die auf jeden Fall Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zulassen. Bürgermeister Klaus Friedrich erklärte nach Rücksprache mit Stadtbrandinspektor Carsten Vahland, dass die Feuerwehr bei möglichen Einsätzen nicht auf die Brücke angewiesen sei.

Kritik kam von den Grünen: Dr. Peter Koswig forderte das Statikgutachten zur Brücke ein. Die alte, abgerissene Fußgängerbrücke wiederherzustellen sei vermutlich noch günstiger, erklärte Dr. Manfred Dönitz. Auch dort seien die Widerlager noch vorhanden. Bauausschuss-Vorsitzender Karl Suck (CDU) sprach sich für die Sanierung aus: „Wenn die Brücke abgängig ist, muss jetzt gehandelt werden“.

Einer Aufhebung des Sperrvermerks stimmten die Ausschussmitglieder mehrheitlich zu, im Haupt- und Finanzausschuss votierten die Grünen dagegen. Die Stadtverordnetenversammlung entscheidet am Donnerstag.

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