Stadtbücherei Korbach startet Angebot der Online-Ausleihe

Sie haben sich schon einmal im neuen Kinder- und Jugendbereich umgesehen: Die Schüler der Klasse 3c der Westwallschule mit ihrer Lehrerin Mareike Bangert. Foto: Laumann

Korbach. Bis zum neuen Schmöker und zur CD sind es jetzt nur noch wenige Klicks: Die Stadtbücherei Korbach hat sich dem Onleihe-Verbund angeschlossen.

Über den Verbund können Büchereinutzer auf rund 74.000 digitale Exemplare von rund 34.000 Medien zurückgreifen. Neben Romanen, Sachbüchern und Zeitschriften können auch Hörbücher, Musik und Filme über das Internet runtergeladen werden.

Das Prinzip gleicht dem der normalen Ausleihe - nur dass die Medien eben digital auf Smartphone, Tablet, MP3-Player und dem Computer genutzt werden. „Mit der Onleihe gibt es den kompletten Bestand, den wir haben noch einmal oben drauf. Und das sieben Tage die Woche“, sagt Stadtbücherei-Mitarbeiterin Monika Weber. Die Onleihe sei kein Ersatz der Bücherei, sondern ein Zusatzangebot.

79 Bibliotheken gehören dem Verbund an. Für die Nutzung benötigen Interessierte neben einem Internetzugang einen gültigen Leseausweis der Stadtbücherei. Weitere Kosten entstehen nicht. 5000 Euro kostete die Bücherei der Einstieg in die Onleihe. Jedes Jahr sei darüber hinaus ein kleiner Teil des Medienetats fällig. „Es ist überschaubar“, erklärte Ute Jennemann, Leiterin des Korbacher Sozial- und Kulturamtes.

Ein weiterer kleiner Schritt, wie Bürgermeister Klaus Friedrich es bezeichnet, ist die Umgestaltung des Kinder- und Jugendbereichs. 14.000 Euro hat die Stadt Korbach dafür in die Hand genommen. Finanziell unterstützt wurde sie vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Neben neuen Regalen gibt es in den nächsten Wochen auch neues Mobiliar. Im Erdgeschoss soll ein Treffpunkt für Leser entstehen. Der Jugendbereich wurde vergrößert, es gibt ein eigenes Regal für Jugendbücher in englischer Sprache. Für Jugendliche stehen mehr als 1200 Bücher sowie Hörbücher und Filme zur Verfügung.

Für Friedrich ist die Stärkung der Bücherei wichtig. Es gelte, die Bücherei als öffentlichen Raum zu sehen, wo jeder willkommen ist. So soll die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Die Nutzer sollten vorbeikommen und sagen: „Ich gehe gerne in meine Bücherei“.

Von Anke Laumann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.