Statt 200 kommen 40 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den Kreis

Unbegleitete jugendliche Flüchtlinge: Die Zahl reduziert sich in Waldeck-Frankenberg um 80 Prozent. Ob es später wieder mehr werden, kann derzeit nicht gesagt werden. Foto: Archiv

Waldeck-Frankenberg. Die Zahl der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen, die der Landkreis in diesem Jahr voraussichtlich noch aufnehmen muss, reduziert sich um 80 Prozent.

Statt der ursprünglich vom Land angekündigten 200 werden es voraussichtlich 40 Jugendliche sein.

Der Grund für die starke Reduzierung liegt darin, dass das Land aktuell seine Überquote abbaut und die Jugendlichen anderen Bundesländern zugewiesen werden, die ihre Quote noch nicht erfüllt haben, teilte die Kreisverwaltung in Korbach auf HNA-Anfrage mit.

Das geschehe vor dem Hintergrund des neuen Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher, welches zum 1. November 2015 in Kraft getreten ist. Wenn der Ausgleich erfolgt ist, geht das Land Hessen wieder von steigenden Aufnahmequoten aus. „Definitive Aussagen dazu gibt es allerdings nicht, da diese von den Einreisezahlen abhängig sind“, sagt Petra Frömel mit, die im Landkreis für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

Durch die Verringerung der Zahlen können die zuständigen Mitarbeiter des Landkreis und beteiligte Institutionen zunächst einmal aufatmen. Sie hatten bereits umfangreiche Bemühungen für die Unterbringung unternommen.

„Die umfangreichen Bemühungen waren nicht umsonst,die freien Jugendhilfeträger können nun zeitlich deutlich entspannter neue Angebote planen und umsetzen“, sagt Petra Frömel.

Welche Bemühungen das waren und weitere Details zur Unterbringung der Jugendlichen lesen Sie in der gedruckten Freitagausgabe

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