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Synode des Kirchenkreises Twiste-Einsenberg: Zahl der Kirchenmitglieder sinkt

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Dekanin Eva Brinke-Kriebel (links) und Präses der Synode, Martina Steuber, werben für die Kirch-Tour am 12. Juni, zu der viele Gemeinden einladen.
Dekanin Eva Brinke-Kriebel (links) und Präses der Synode, Martina Steuber, werben für die Kirch-Tour am 12. Juni, zu der viele Gemeinden einladen. © pr

Mit einem Friedensgebet und einer Andacht des neuen Propstes Dr. Volker Mantey begannen die Synodalen des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg ihre Zusammenkunft im Bad Arolser Bürgerhaus. Neben dem Bericht von Dekanin Eva Brinke-Kriebel stand die Genehmigung des Haushaltes für die Jahre 2022/23 auf der Tagesordnung.

Korbach-Bad Arolsen – Sorge bereitet der Dekanin die Entwicklung der Mitgliederzahlen im Kirchenkreis. Denn der Trend, der sich in der gesamten Evangelischen Kirche abzeichne, sei natürlich auch im Bereich Twiste-Eisenberg spürbar. „In unserer Region spielt der demografische Wandel eine große Rolle, aber immer mehr auch die Austritte.“

Mit dem Verlust von Mitgliedern verringern sich die Einnahmen aus der Kirchensteuer. Wichtiges Augenmerk in der Zukunft: Genau hinschauen, wofür das Geld eingesetzt wird – wo kann gespart werden und wofür können finanzielle Mittel eingesetzt werden, um diesem Trend entgegenzusteuern.

„Meine Vermutung ist, dass wir ganz besonders bei den Gebäuden hinschauen und unseren Gebäudebestand verringern müssen“, sagt Brinke-Kriebel. Kein Tabu-Thema sei dabei mehr, sich auch von Kirchenräumen zu verabschieden. Bei den Gemeindehäusern sei es gut, beispielsweise mit Kommunen zu kooperieren, um Gebäude gemeinsam zu nutzen. Eine gezielte Ausnahme, um im Kirchenkreis zukunftsfähig zu bleiben, stelle dabei allerdings das Kiliangemeindehaus in Korbach dar. Hier habe der Bauausschuss das Gemeindehaus auf Platz zwei der Prioritätenliste gesetzt, um den Standort Korbach für die Kirchenmusik zu sichern.

Auf Platz eins steht die Sanierung der Bad Arolser Stadtkirche. Die Dekanin hob auch die Bedeutung der Spendenaktion „Freiwilliges Kirchgeld“ hervor. So sind im Kirchenkreis bei dem letzten Aufruf 153 073 Euro zusammengekommen. „Hierbei spenden auch gerne Menschen, die keine Kirchenmitglieder sind.“

Junge Familien einzuladen, ihre Kinder taufen zu lassen, durch Öffentlichkeitsarbeit Kirche wieder sichtbarer werden zu lassen oder auch Menschen zu ermuntern, sich ehrenamtlich zu engagieren, so könne den Kirchenaustritten vielleicht ein wenig entgegengewirkt werden. „Wir müssen zeigen, auf welchen Feldern Kirche engagiert ist, wie viele Kindergärten wir unterhalten und wie viele kirchliche Beratungsstellen finanziert werden“, so Brinke-Kriebel

Sie machte den Synodalen auch Mut für die Zukunft: „Wichtig ist, dass wir uns von Prognosen nicht lähmen lassen und uns auf unsere Stärken und Fähigkeiten besinnen.“ Kirche könne in Krisenzeiten Halt geben, Solidarität und Nächstenliebe leben und Raum für Begegnungen, für Fragen und Gespräche geben.“ (red)

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