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„Tag der offenen Gesellschaft“: Was Mut macht in der Region

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Von: Philipp Daum, Lutz Benseler

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Die Louis-Peter-Schule stellt ihr Schulgarten-Projekt vor.
Die Louis-Peter-Schule stellt ihr Schulgarten-Projekt vor. © Lutz Benseler

„Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen.“ Mit diesem geliehenen Zitat traf Dr. Thomas Herrmann vom Rotary Club Korbach-Bad Arolsen genau den richtigen Ton. Beim von der Stadtbücherei Korbach und dem Verein „Lesebändchen“ veranstalteten Aktionstag zum „Tag der offenen Gesellschaft“ ging es am Samstag vor allem darum, positive Gedanken zu fassen und zu verbreiten.

Korbach – Eine Frage stand hierbei im Mittelpunkt: „Was macht mir Mut in meiner Region?“ Initiativen und Institutionen aus Waldeck-Frankenberg hatten sich im Korbacher Bürgerhaus eingefunden, um genau dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Nach der Begrüßung durch Bücherei-Leiterin Susanne Zimmerer sagte Manfred Weinreich, Vorsitzender des Vereins „Lesebändchen“: „Wenn ich mich traue, mich in unbequeme Situationen zu begeben, brauche ich Mut. Also lasst uns nun darüber reden, was uns Mut macht.“

An verschiedenen Tischen kamen daraufhin die Teilnehmer und Gäste des Aktionstags miteinander ins Gespräch. Häufig wurde darauf hingewiesen, dass eine offene Gesellschaft nur dann entstehen und aufrechterhalten werden könne, wenn man auch mutig auf andere, fremde Menschen zugehe. „Oft ist es das Neue, was den einen oder anderen davor zurückschrecken lässt, den Kontakt zu suchen. Doch genau darum geht es – mutig sein und mit anderen Menschen ins Gespräche kommen“, sagte eine Teilnehmerin.

Ähnlich hatte es zuvor auch Stadtrat Thomas Kuhnhenn bei seiner Begrüßungsrede ausgedrückt. Er war sich sicher, dass „mutig sein im Kleinen“ für eine offene Gesellschaft sehr hilfreich sei. „Daher lasst uns raus gehen, Veranstaltungen wie diese besuchen und mit anderen Menschen in Kontakt treten“, sagte er.

Am Ende ging es bei den Diskussionsrunden, die von Moderator Uwe Weißflog aus Harbshausen eingeleitet wurden, auch um die Frage, was man selbst tun könne, um mutig zu bleiben. Die Ergebnisse aus den Tisch-Gesprächen wurden schließlich auf einem großen Blatt Papier zusammengetragen und später allen anderen Teilnehmern präsentiert.

Beim „offenen Marktplatz“ stellten sich anschließend insgesamt 15 Vereine, Initiativen und Institutionen aus der Region vor. Mit dabei waren unter anderem die Selbsthilfekontaktstelle und die Fachstelle für Migration und Integration des Landkreises sowie der neue Korbacher Streetworker Mehmet Kahya. Die Louis-Peter-Schule zeigte ihr Schulgarten-Projekt: Die Schülerinnen und Schüler bewirtschaften eine Parzelle im Kleingartenanlage Rhenaer Weg.

Auch der Verein „Ussgepackt“ stellte sich vor, der einen Unverpacktladen in der Flechtdorfer Straße für seine Mitglieder betreibt. Der Korbacher Ortsverband des Deutschen Amateur-Radio-Clubs hatte jede Menge Technik mitgebracht. Für Musik sorgte das Duo Tonart mit Gerald Berberich und Claudia Paul im Hof des Bürgerhauses.

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