53 Teams bei Feuerwehrleistungsübungen auf Kreisebene

Sie fahren zum Bezirksentscheid: Die sechs bestplatzierten Mannschaften im Kreisentscheid, (von Platz 6 aufsteigend) Bad Arolsen, Nieder-Ense, Goldhausen II, Ober-Werbe, Goldhausen I und Goldhausen III, vertreten den Landkreis am 27. Juni beim Bezirksentscheid in Bebra. Das Bild zeigt sie mit Gratulanten und Vertretern der Feuerwehren. Foto: Deutschländer

Korbach. Um kurz nach 16 Uhr ist der Jubel auf der Hauer in Korbach groß: Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf hat soeben die Mannschaft Goldhausen III als Sieger der Hessischen Feuerwehrleistungsübungen auf Kreisebene ausgerufen – bei den Goldhäusern kennt die Freude keine Grenzen mehr.

Vorausgegangen sind mehrere Stunden Wettkampf, in denen die Feuerwehren des Landkreises einmal mehr Gemeinschaftssinn demonstrierten.

Rückblende: 53 Mannschaften sind an diesem Sonntag zum Kreisentscheid angetreten. Sie alle versetzen sich in ein Szenario: In einem zweigeschossigen Einfamilienhaus ist ein Feuer ausgebrochen, eine Person ist bewusstlos. Weil entlang des Grundstücks eine Mauer verläuft, ist der Zugang zum Haus nur durch einen Kriechtunnel möglich. Ist der Zugang geglückt, heißt es „Wasser marsch“. Immer wieder spielen Feuerwehrmitglieder diese Situation während des Wettkampfs durch. Hinzu kommt, dass beim Knotenwettkampf ausgelost wird, wer welchen Knoten zu machen hat. „Das ist wie im echten Leben. Man muss alle Knoten beherrschen“, sagt Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. Neben dem praktischen Teil kommt es bei den Leistungsübungen aber auch auf die Theorie an. In der Stadthalle haben die etwa 35 Aufbauhelfer der Korbacher Wehr einen Raum für das Ausfüllen der Fragebögen eingerichtet. 20 Schiedsrichter aus den Nachbarkreisen Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Kassel werfen einen Blick auf die Leistungen.

Als am Nachmittag das Ergebnis feststeht, sind viele Feuerwehren schon nicht mehr vor Ort. Gerhard Biederbick ist mit dem Tag dennoch zufrieden: „Alles hat reibungslos funktioniert“, sagt er. Sein neuer Stellvertreter Bernd Berghöfer nickt. „Alles hat gut zusammengepasst.“ Die größte Freude aber herrscht bei den Goldhäusern. Sie werden erstmals seit 2007 wieder Kreismeister, lösen Vorjahressieger Reinhardshausen ab – und singen gemeinsam auf ihren Sieg. (ld)

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