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Theaterwoche: Korbacher Fußgängerzone verwandelt sich in Theaterbühne

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Die Korbacher Fußgängerzone verwandelt sich in eine Bühne: Die Teilnehmer der Theaterwoche stellen die Werkstatt-Ergebnisse vor.
Die Korbacher Fußgängerzone verwandelt sich in eine Bühne: Die Teilnehmer der Theaterwoche stellen die Werkstatt-Ergebnisse vor. © Anna Potthoff

Die Korbacher Fußgängerzone hat sich am Samstagmorgen in eine Theaterbühne verwandelt, denn die Teilnehmenden der Korbacher Theaterwoche haben die Ergebnisse der Werkstatt vorgestellt.

Korbach – Insgesamt boten die jungen Schauspieler sieben kurze Aufführungen , die sich allgemein mit dem Thema: „Zwängen und Gewalt unterliegen – ausbrechen und (wieder) frei werden“ beschäftigten. Akustisches Schlüsselmotiv für die einzelnen Darstellungen war eine Spieluhrmelodie. In der Korbacher Fußgängerzone herrschte eine gespannte und erwartungsvolle Stimmung während des Events.

Zuerst stellte das Tanz- und Bewegungstheater von Serja Vesterinen (Potsdam) seine Ergebnisse vor: Diese Gruppe thematisierte den physischen Zustand von Zwängen und dessen Freisetzungen. Dafür spielten sie zwei Prozesse gleichzeitig: Sowohl anhand der Verwandlung von anfangs in Zeitungspapier gewickelten Darstellenden zu voll bewegungsfähigen Tänzerinnen und Tänzern wurde das Thema verarbeitet als auch anhand einer Veränderung der Szene von dem anfänglichen Standbild über leichte Bewegungen bis hin zu einer energiegeladenen Tanzperformance.

Die zweite Darstellung war von dem biografischen Theater von Sabine Fongar (Mönchengladbach), dass die Pandemiesituation in einen Märchenrahmen entfremdete und schauspielerisch darstellte. Auch das Motiv der Spieluhr wurde von der Gruppe ausgedrückt, indem sie selbst eine Spieluhr durch Drehungen darstellte.

Das dritte Ergebnis zeigte das Kommunikationstheater von Nadine J. N. Knauer (Gudensberg). Die Mitglieder verdeutlichten anhand von Holzstäben, die zwischen den Darstellenden nur mit Fingerspitzen gehalten wurden, wie wichtig Kommunikation ist. Angelehnt an das Zitat „Man kann nicht nicht kommunizieren“ von Paul Watzlawick, zeigte die Gruppe was passiert, wenn man plötzlich aufhören würde, zu kommunizieren: Die Stäbe fielen auf den Boden, weshalb das harmonische System nicht weiter bestehen konnte.

Als nächstes führte das autobiografische Theater von Clara Debour (Berlin) vor, was die Freiheit, frei zu sein, bedeuten kann. Hierfür wurden Phasen der Evolution dargestellt, von Affen über den arbeitenden Menschen, bis hin zum Menschen des 21. Jahrhunderts, der an das Handy und Sport zu treiben gebunden scheint.

Die fünfte Präsentation von Michal Dufek (Prag), war eine pantomimische Darstellung, in der die Grundsätze dieser Darstellungsart – etwa Zug und Gegenzug – präsentiert wurden. Auch Widersprüche zwischen verschiedenen Formen der Gestik und Mimik konnten erkannt werden.

Zuletzt stellte das autobiografische Theater von Patrick Achtelick und Anna Hinz (Aachen) verschiedene Freiräume vor: Zum einen ein Autorennen oder ein Sockenpuppentheater und zum anderen die Macht der Medien, die durch die Präsentation eines negativen Selbstbilds und anschließender Selbstfindung umrissen wurde. (Anna Potthoff)

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