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THW hilft Flutschäden in Ahrbrück zu beseitigen

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Einsatz im rheinland-pfälzischen Ahrbrück: THW-Mitglieder der Ortsverbände Korbach und Bad Wildungen halfen nach der großen Flut mit, die Zerstörungen zu beseitigen. Autos mussten aus dem Schutt geborgen werden.
Einsatz im rheinland-pfälzischen Ahrbrück: THW-Mitglieder der Ortsverbände Korbach und Bad Wildungen halfen nach der großen Flut mit, die Zerstörungen zu beseitigen. Autos mussten aus dem Schutt geborgen werden. © Technisches Hilfswerk Korbach

Erst wurden die Fluten im Norden des Landkreises bekämpft, dann ging es an die Ahr: Der Korbacher Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) war mit dabei und hat professionelle Hilfe geleistet.

Korbach – Rückblick: Am Mittwoch, 14. Juli, kam zunächst die Alarmierung aus Twiste und Bad Arolsen. Die Wassermassen wurden mit Sandsäcken und Pumpen bekämpft und eingedämmt.

Darauf folgten Signale von der Regionalstelle des THW, dass an der Ahr in Rheinland-Pfalz der Einsatz der Korbacher gefragt sein könnte. Zusammen mit Kameraden aus Bad Wildungen machte sich die Gruppe dann als „Technischer Zug Waldeck“ Richtung Südwesten auf – mit 24 Leuten und jeder Menge Werkzeuge und technischem Gerät im Gepäck.

Standort war der Nürburgring. Hier gab es Übernachtungsmöglichkeiten, Waschräume, Verpflegung und die Einsatzzentrale. Einsatzort war die Gemeinde Ahrbrück. Das Wasser war war beim Starkregen und hatte den Pegel der Ahr um bis zu zehn Metern ansteigen lassen. Dort war so ziemlich alles zerstört, was einmal den idyllischen Ort an der Ahr ausgemacht hatte. Ein Campingplatz war komplett zerlegt und weggeschwemmt worden. Zurück blieb ein riesiger Müllberg.

In der Schule vor Ort traf sich die Einsatzleitung. Viele Einsatzkräfte waren selbst betroffen und entsprechend paralysiert. In und um den Ort herum kamen Pumpen zum Einsatz. Infrastruktur gab es noch nicht.

Die Flut überschwemmte und zerstörte den Campingplatz und ließ einen riesigen Müllberg zurück.
Die Flut überschwemmte und zerstörte den Campingplatz und ließ einen riesigen Müllberg zurück. © Technisches Hilfswerk Korbach

Ein Tunnel musste vom Schlamm befreit werden, Bergrutsche wurden beseitigt, Autos geborgen, Brücken freigeräumt und die Trinkwasserversorgung aufgebaut werden.

„Wir mussten Gas geben“, blickt Einsatzleiter Dirk Gernand zurück, „denn die Kräfte halten nicht ewig, vielleicht vier, fünf Tage.“ Es wurde von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gearbeitet. Geräte kamen vom THW, der Bundeswehr und Privatleuten.

Die Helfer haben überall eine riesige Dankbarkeit erlebt. „Das Ausmaß war schockierend“, sagt Gordon und Detlef ergänzt: „Man nimmt alles anders wahr, weil man in die Gesichter der Menschen blickt.“ Für Mirco war es der erste Einsatz: „Ich war am Anfang etwas nervös, doch das hat sich glücklicherweise gelegt.“ „Eigentlich sind wir dafür ausgebildet, aber das hatte schon unerwartete Dimensionen“, erinnert sich Björn.

In Kürze wird möglicherweise ein neues THW-Kontingent ins Einsatzgebiet beordert. Fahrzeuge und Gerätschaften waren ziemlich mitgenommen vom Einsatz. Glücklicherweise hat die Werkstatt der Firma Rohde die Wartung übernommen, sodass die Fahrzeuge wieder einsatzbereit sind, und die Hilfe weitergehen kann. (os)

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