Weitreichende Ermittlungen gestartet

Toter in Korbach: Jetzt geht es sogar um fahrlässige Tötung

Staatsanwaltschaft Kassel: Sie ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung.

Korbach. Im Falle des am Sonntagmorgen in der Korbacher Altstadt tot aufgefundenen Mannes aus Bad Wildungen gibt es noch keine neuen Erkenntnisse, aber weitreichende Ermittlungen.

Wie Sebastian Poser, Sprecher des hessischen Innenministeriums, berichtet, geht es nicht nur um unterlassene Hilfeleistung, die mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet wird - die Staatsanwaltschaft in Kassel habe ein Ermittlungsverfahren wegen des „Verdachts der fahrlässigen Tötung“ eingeleitet. Dafür drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Betroffen sind die Zentrale Leitstelle des Kreises und die Korbacher Polizeidienststelle. Beide wollen wegen des laufenden Verfahrens keine Stellungnahme abgeben.

Da sich der Tatverdacht auch gegen Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen richte, habe die Staatsanwaltschaft das Landeskriminalamt in Wiesbaden mit den Ermittlungen beauftragt, berichtet Poser. Die Distanz der Dienststellen soll eine unvoreingenommene Untersuchung gewährleisten. Wie die Pressestelle des LKA mitteilt, sind alle Auskünfte der Staatsanwaltschaft vorbehalten.

Die Kasseler Behörde hat bereits die Obduktion der Leiche angeordnet, um Todeszeitpunkt und Todesursache zu ermitteln. Der genaue Bericht liegt offenbar noch nicht vor. Zu klären ist zudem, warum die wiederholten Notrufe des Korbacher Gastwirtes nicht zur Hilfe für den in dem Innenhof liegenden Mann führten. (sg)

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