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Fresen fordert notwendige Einstellung: Titelmitfavorit FSV Wolfhagen zu Gast

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Gastspiel im Waldecker Land: Der aus Korbach stammende Tjarde Bandowski (rechts) kommt mit Wolfhagen nach Münden.
Gastspiel im Waldecker Land: Der aus Korbach stammende Tjarde Bandowski (rechts) kommt mit Wolfhagen nach Münden. © Reinhard Michl

Die Fußballer der SG Goddelsheim/Münden bekommen es am ersten Spieltag gleich mit einem der Schwergewichte der Gruppenliga 1 zu tun: Am Samstag (16.30 Uhr) gastiert der FSV Wolfhagen in Münden.

Münden – Der aus der Gruppe 2 gewechselte Rangdritte der Vorsaison ist für Jens Fresen und sein Team eine unbekannte Größe. „Ich hatte leider keine Gelegenheit, sie mir einmal anzuschauen“, sagt der SG-Trainer. Den Wolfhagern eilt freilich ein Ruf voraus. Viele Rivalen stufen sie als Titelanwärter ein, auch Fresen sieht sie „schon oben mit dabei“. Seine Hoffnung für Samstag: „Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, am Anfang gegen das Team zu spielen. Vielleicht passen da einige Abläufe noch nicht so zusammen.“

Das könnte sich als frommer Wunsch erweisen. In Testspielen zeigten die Rot-Weißen bei ihren Siegen über den Verbandsligisten Lichtenau (4:2) und den Verbandsliga-Absteiger Türkgücü Kassel (5:2) jedenfalls respekt-einflößende Ergebnisse. Zuletzt gab es im Kreispokal beim ersatzgeschwächten Gruppenligisten Calden/Meimbressen einen glanzlosen 2:0-Erfolg.

Die Vorstellungen der Lichtenfelser im Kreispokal waren ebenfalls sehr ordentlich. Am Dienstag gewannen sie mit 6:3 den Test gegen die neue SG Nuhnetal/Dreislar/Hesborn, mit je zwei Treffern von Jannik Guntermann, Michael Kuhnhenne und Fabian Thomas.

Vorbereitung nicht nach Fresens Geschmack

Mag sein, dass die Partie Coach Fresen etwas versöhnlicher gestimmt hat. Mit der Vorbereitung sei er nämlich überhaupt nicht zufrieden, gibt er zu Protokoll. „Urlaub und andere Dinge haben ein mannschaftstaktisches Training unmöglich gemacht. Da erwarte ich im Spiel gegen Wolfhagen, dass meine Spieler das über die nötige Einstellung wettmachen.“

Vielleicht stimuliert der neue Platz in Münden, nivelliert und minimal vergrößert, auf dem erstmals nach 22 Monaten wieder Gruppenliga-Fußball geboten wird, die Spieler ja auch ein wenig. Allerdings haben sich vier von ihnen aus teils privaten Gründen abgemeldet: Kevin und Marco Vesper sowie Niklas Göbel und Rian Grosche. Dazu setzt Trainer Fresen hinter den Einsatz weiterer Spieler noch ein Fragezeichen.

FSV-Trainer Valentin Plavcic fehlten in der Vorbereitung ebenfalls etliche Stammkräfte, am Samstag sind es ein halbes Dutzend. Allerdings haben die Neuzugänge die Lücken teils beeindruckend geschlossen, unter ihnen Malte Bandowski aus Korbach, der vom KSV Baunatal kam und nun mit seinem Bruder Tjarde im selben Team spielt. Plavcic lässt wissen: „Wir gehen mit großem Respekt vor dem Gegner in dieses Spiel.“  (bb)

Mengsberg – Altenlotheim (Freitag, 19 Uhr). Erst die Punkte, dann die Sause? Das ist der Plan der Gäste. „Wir freuen uns auf ein mit Sicherheit gutes Spiel. Wir reisen mit dem Bus an, um danach die Mengsberger Kirmes zu besuchen, da wollen wir natürlich mit einem Erfolg feiern“, sagt Spielertrainer Robin Wissemann. Laufkundschaft ist der Gegner aber nicht. In der Vorsaison verlor der TSV das Hinspiel mit 2:4 und gewann sein Heimspiel 4:0. Die Mengsberger mit ihrem neuen Trainer Ertac Caliskan peilen als Saisonziel oberes Tabellendrittel an.

„Es gibt sicherlich leichtere Aufgaben, aber irgendwo muss man ja starten“, sagt Wissemann. Kürzer wird seine Liste der Ausfälle, dennoch werden Keeper Mirko Ohnesorge (Bandscheibenvorfall), Christian Schmid (Bänderriss), Fabian Erber (Urlaub) und Sascha von Drach (Fußverletzung) fehlen.

Mengeringhausen – Brunslar/Wolfershausen (Sa., 16.30 Uhr). Patrick Gries strahlt vor seinem Liga-Debüt Zuversicht aus. „Wir wollen das erste Punktspiel gewinnen, um gut aus den Löchern zu kommen“, sagt der Trainer des TuSpo. Sein Haltung wird einmal durch die gute Trainingsbeteiligung der Spieler der „Ersten“ genährt; 90 Prozent hätten alle Einheiten mitgemacht. Zum anderen durch die bisherigen Spiele mit dem 5:0 zuletzt gegen „Hö/Mei“ im Kreispokal, auch wenn es Wünsche offenließ.

Der Gast mit Neu-Trainer Daniel Döring vergeigte seinen letzten Test mit 3:10 gegen die SG Neukirchen total und verlor im Mai an der Hagenstraße mit 0:5. Kein Maßstab für Gries, der nur auf Torwart Tom Sieslack (Urlaub) verzichten muss, die neue Viererkette längst im Kopf hat, sie aber erst heute den Spielern mitteilen will.

Neuental/Jesberg – Korbach (So., 15 Uhr). Mehr als 38 Monate nach dem Abstieg 2019 gibt der TSV/FC in Waltersbrück sein Liga-Comeback. „Wir freuen uns darauf“, sagt Uwe Tenbusch. Gut vorbereitet ist das junge Team. „Die Spieler haben sehr gut mitgezogen und jede Möglichkeit genutzt, um ins Training zu kommen“, so der Trainer, der beim Rangneunten der Vorsaison erst mal mit einem Punkt zufrieden wäre und defensiv beginnen will.

Das hat seine Gründe, denn von Qual der Wahl im Korbacher Angriff kann zum Start nicht die Rede sein. Argjend Muharremi fällt mit Handbruch länger aus. Bjarne Deselaers, Eric Fuchs und Agon Gashi sind im Urlaub, was Tenbusch ihnen unbedingt gönnt. „Wir müssen improvisieren“, sagt er, Spieler aus dem Mittelfeld müssten einspringen. Gut für den TSV/FC: Jannik Mühlhausen, Niklas Nowotny und Jonah Schmincke konnten nach Verletzung wieder trainieren. (mn, bb)

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