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Trotz Corona besser geworden: Stadt Korbach schließt 2021 mit einem Plus

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Von: Lutz Benseler

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Dank unerwartet hoher Steuereinnahmen der Stadt Korbach ist der Jahresabschluss 2021 besser als erwartet ausgefallen.
Dank unerwartet hoher Steuereinnahmen der Stadt Korbach ist der Jahresabschluss 2021 besser als erwartet ausgefallen. © Lutz Benseler

Die Stadt Korbach steht in ihrem vorläufigen Jahresabschluss für das Jahr 2021 besser da, als ursprünglich im Haushalt vorgesehen: Statt mit einem geplanten Plus von 1,8 Millionen Euro im ordentlichen Ergebnis gibt es sogar einen Überschuss von 7,1 Millionen Euro.

Korbach – Grund dafür sind laut Kämmerer Andreas Sinsch die gestiegenen Erträge. Dank unerwartet hoher Steuereinnahmen der Stadt Korbach ist der Jahresabschluss 2021 besser als erwartet ausgefallen. „Allein die Mehrerträge aus der Gewerbesteuer sind so hoch wie die Verbesserungen des gesamten ordentlichen Ergebnisses“, erläuterte Sinsch in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag. Auch im zweiten Corona-Jahr ist es der Stadt damit gelungen, ihre Finanzen trotz der Krisensituation im Griff zu behalten.

Insgesamt haben sich die Erträge im Vergleich zum fortgeschriebenen Haushaltsansatz um 6,4 Millionen auf 71,9 Millionen Euro verbessert. Bei der Gewerbesteuer hat die Stadt Korbach 19,1 Millionen Euro eingenommen, das sind 5,5 Millionen Euro mehr als veranschlagt. Auch bei den Gemeindeanteilen für die Einkommenssteuer und die Umsatzsteuer, der Grundsteuer B und der Hundesteuer gab es ein Plus. Nur Grundsteuer A (-6771 Euro) und Spielapparatesteuer (-207 851 Euro) lagen unter den Erwartungen.

Doch nicht nur die Erträge, sondern auch die Aufwendungen überstiegen die Planansätze: Insgesamt gab die Stadt 1,1 Millionen Euro mehr aus, als geplant. Die Summe der Aufwendungen lag bei 64,8 Millionen Euro.

Auch das „Girokonto“ der Stadt war immer gut gefüllt: „Während des gesamten Haushaltsjahres 2021 war die Liquidität der Stadt Korbach ständig sichergestellt“, sagte Sinsch.

Die Verbindlichkeiten aus Kreditaufnahmen sind zum Jahresende auf 34,8 Millionen Euro gesunken (Vorjahr: 36,2 Millionen Euro), bei den Landesförderprogrammen waren es 3,3 Millionen Euro (Vorjahr: 3,7 Millionen Euro).

Das Rücklagenpolster hat die Stadt um mehr als acht Millionen Euro auf 28,4 Millionen Euro aufgestockt. Sinschs Fazit: „Wir sind gut aufgestellt für die nächsten Jahre, auch wenn sie schwierig werden könnten.“

„Das Korbacher Haushaltswunder hat wieder zugeschlagen“, kommentierte Helmut Schmidt (SPD) den Bericht. Neben der Verwaltung sei vor allem den Steuerzahlern zu danken, die zu dem guten Ergebnis beigetragen hätten. „Wir müssen aber weiter verantwortungsbewusst und sparsam mit unseren Finanzen umgehen, denn wir wissen nicht, was die Zukunft bringt“, mahnte er. Heinz Langerzik (CDU) erklärte: „Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und einer während der Bauzeit des neuen Rathauses dezentralisierten Verwaltung ist das Jahresergebnis hervorragend.“

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