Überlegung Wochenmarkt bis 13 Uhr auszudehnen

Attraktives Angebot: (von links) Werner Niederquell, Gerhard Seidler und Carsten Vahland besuchen den Marktstand von Marion Heinrich aus Lichtenfels, die „tierische gute Produkte“ aus eigener Herstellung anbietet. Foto: E. Müller

Korbach. Seit vielen Jahrzehnten ist der Wochenmarkt auf dem Obermarkt in Korbach Anlaufstelle für Kunden, die Wert auf Produkte aus der Region legen.

Stadt und Wirtschaftsförderung haben jetzt Überlegungen vorgestellt, wie man das Markt-Konzept fit für die Zukunft zu machen kann.

Auch wenn der 2007 ins Leben gerufene Förderverein nicht mehr aktiv ist, so ziehen Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung nach wie vor an einem Strang, wenn es darum geht, den Wochenmarkt auch für die Zukunft zu stärken.

Erst zum zweiten Mal auf dem Korbacher Wochenmarkt vertreten ist Marion Heinrich aus Lichtenfels. Mit ihren „Tierisch guten Produkten“, wie unter anderem Fleisch von stressfrei geschlachteten Zwerg-Zebu-Rindern, Pesto-Saucen oder Brotaufstrichen bereichert sie das Angebot.

Andreas und Michael Krippner aus Gemünden bieten seit fünf Monaten ihre hausgeschlachteten Fleisch- und Wurstwaren auf dem Korbacher Wochenmarkt an. Ein Erfolg, der Werner Niederquell von der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg und Carsten Vahland von der Stadtverwaltung Korbach in ihrem Engagement bestärkt. „Wir möchten, dass der Markt sich auch in Zukunft selbstständig am Leben erhält“, erklärt Niederquell. Dass setze voraus, dass die Standbetreiber auch selbstständig nach Mitbewerbern Ausschau halten, die das Angebot bereichern. Aktuell fehlen zum Beispiel Anbieter von Käse- oder Fischprodukten. Auch mediterrane Delikatessen könne man sich gut vorstellen, hebt Niederquell hervor.

„Die Initiative muss jedoch von den Standbetreibern selbst kommen, dann funktioniert das Konzept auch in Zukunft“, ist sich Werner Niederquell sicher. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Eigeninitiative zu fördern.“

Regelmäßig halte man Ausschau auf Regionalmärkten, auf denen Selbstvermarkter ihre Produkte vorstellen, erklärt Carsten Vahland. „Händler, die Interesse haben, sich am Wochenmarkt in Korbach zu beteiligen, sind herzlich willkommen.“

Wichtig sei, dass der Markt ein „Grüner Markt“ bleibt, auf dem ausschließlich Obst und Gemüse sowie tierische Produkte angeboten werden. Angedacht sei es, den Markt, der gegenwärtig an jedem Samstag von 7 bis 12 Uhr geöffnet ist, auf 13 Uhr auszudehnen, um Passanten die Möglichkeit zu geben, einen Mittagssnack einzunehmen. Schon jetzt bietet Andreas Krippner neben seinem Verkaufsstand frisch gebratene Würstchen aus eigener Schlachtung an. Entscheidend sei, dass der Kunde das Angebot akzeptiert. Viele glauben ja, die Produkte auf dem Wochenmarkt seien teurer als im Geschäft. „Dem ist aber ganz und gar nicht so“, weiß Gerhard Seidler von der Stadtverwaltung Korbach. Das Gegenteil sei der Fall, beweist er vor Ort, am Beispiel von Äpfeln oder Bananen.

Von Elke Müller

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