Vogelgrippe: Kreis Waldeck-Frankenberg bereitet sich auf Stallpflicht vor

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Waldeck-Frankenberg. In Deutschland gab es bereits Fälle der Vogelgrippe H5N8. Vielerorts wurde daraufhin eine Stallpflicht verhängt. Auch der Kreis bereitet sich darauf vor.

„Wir hoffen aber, dass wir die vorbereiteten Maßnahmen nicht brauchen“, sagte Dr. Martin Rintelen, Fachdienst Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen beim Landkreis, der HNA.

Der Geflügelbestand im Landkreis liegt derzeit bei 200.000 gemeldeten Tieren. Risikogebiet im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist die Edersee-Region mit den Gemarkungen in Ufernähe. Hier wären rund 400 gemeldete Tiere betroffen. Die Nistplätze der Wildvögel am Edersee werden innerhalb des Wildvogel-Monitoring laufend auf Vogelgrippe-Viren getestet. Ebenso erfolgen Untersuchungen bei erlegten Enten und Gänsen.

Wenn das Virus im Landkreis ausbricht, muss das Geflügel im Ausbruchsbetrieb getötet und beseitigt werden, heißt es vom Landkreis. Ein Sperrgebiet von einem Kilometer wird dann festgelegt. Innerhalb der Sperrzone erfolgen Untersuchungen in weiteren dort ansässigen Betrieben, auch Kontaktbetriebe werden untersucht. Außerdem werden entsprechende Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen angeordnet.

Anfang 2013 war erstmals der Vogelgrippe-Erreger in einem privaten Entenbestand im Landkreis Waldeck-Frankenberg nachgewiesen worden. 59 Tiere mussten damals auf dem Hof in Gemünden getötet werden.

Da im Jahr 2006 bereits einmal eine Aufstallungsverpflichtung im Landkreis angeordnet wurde, sind die Geflügelhalter bezüglich Aufstallung und Volierenüberdachung sensibilisiert und informiert, heißt es vom Landkreis. (kme/mam)

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