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Von Staufenberg über Korbach nach Sylt: Radfahrer sammeln Spenden für den Verein Menschen für Kinder

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Empfang auf dem Obermarkt: Für die Stadt Korbach überreichte der Erste Stadtrat Heinz Merl den Radlern am Ende ihrer ersten Etappe am frühen Abend einen Scheck in Höhe von 100 Euro.
Empfang auf dem Obermarkt: Für die Stadt Korbach überreichte der Erste Stadtrat Heinz Merl den Radlern am Ende ihrer ersten Etappe am frühen Abend einen Scheck in Höhe von 100 Euro. © Barbara Liese

Zehn gute Freunde radeln für den guten Zweck bis zum 3. Juni 1000 Kilometer vom mittelhessischen Staufenberg bis nach Sylt. Am Himmelfahrtstag machten die Fahrradfahrer am Ende der ersten Etappe in Korbach Station.

Korbach – Die engagierten Männer sammeln bei ihrer Tour Spenden für den gemeinnützigen Verein Menschen für Kinder, der Mädchen und Jungen unterstützt, die schwer erkrankt oder in einer Notlage sind.

Die zehn Männer, die am Himmelfahrtstag durch Korbach gut gelaunt zum Rathaus radeln, kennen sich schon seit vierzig Jahren. Sie sind Freunde, ein Team, das gemeinsam Handball gespielt hat und irgendwann gemeinsam aufs Fahrrad umgestiegen ist. Sie treffen sich regelmäßig zu ausgiebigen und anspruchsvollen Touren.

Auf der Suche nach sinnvollen Herausforderungen entdeckten sie den Verein Menschen für Kinder, eine gemeinnützige Organisation, die sich für Langzeiterkrankte, mit dem Schwerpunkt für krebskranke Kinder oder sonst in Not geratene Kinder einsetzt. Seit 2005 gehören sie jetzt zum festen Stamm der etwa 500 Radler, die jährlich, unterstützt von einigen Prominenten, einen Tag lang auf einer großen Tour für die gute Sache Spenden sammeln.

„In den vergangenen zwei Jahren konnten viele Spendenaktionen wegen Corona nicht durchgeführt werden und dem Verein sind wichtige Spendenbeiträge entgangen“, erzählt Erich Peter Höpfner, der die Idee zu privaten Spendenaktion hatte. „In einer Zeit, in der gerade diese Kinder durch die zusätzliche Isolation besonders leiden und als Risikogruppe besondere Hilfe benötigen, ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, um zusätzlich zu helfen“, erklärt er.

Am frühen Morgen sind sie am 26. Mai im mittelhessischen Staufenberg gestartet und unter anderem über Marburg, Münchhausen, Goddelsheim am frühen Abend am Ende der ersten Etappe und 93 gefahrenen Kilometern in Korbach angekommen.

Wenn sie am 3. Juni mit einer großen Rundtour auf Sylt die Aktion beenden, haben sie mehr als 1000 Kilometer hinter sich und, so hoffen sie, bis dahin viele Spenden gesammelt. Schon im Februar, während der Vorbereitung, gingen erste Spendengelder von Sponsoren ein, sodass das Konto schon mit 65 500 Euro gefüllt ist. „Wir träumen jetzt davon die großartige Summe von 100 000 Euro zu erreichen“,wünscht sich Erich Peter Höpfner.

„Jedes Mal, wenn es in den nordhessischen Bergen in den Beinen zwickt, denken wir an die Kinder und ihre Eltern, die unbürokratisch und gezielt unterstützt werden und dann geht’s weiter. Alle Spenden gehen direkt ohne Abzug, zum Beispiel für unsere eigenen Kosten, an den Verein und damit auch direkt an die Kinder. Egal ob groß oder klein, jede Spende zählt“, betont Höpfner.

Das Motto der Freunde „Jeder kann helfen“ soll auf der Strecke und an den Zielorten der Etappen umgesetzt werden. Ein Umweg für Unternehmen und Kommunen, die eine Einmalspende übergeben, wird gerne ein Umweg in Kauf genommen. Spenden kann natürlich auch jeder, der die Aktion aus der Ferne unterstützen möchte.

Für die Stadt Korbach überreichte der Erste Stadtrat Heinz Merl den Radlern einen Scheck in Höhe von 100 Euro und konnte selbst ein schickes Trikot entgegennehmen, das, so meinte er schmunzelnd, den Korbacher Bürgermeister Klaus Friedrich vielleicht motiviere, mehr Sport zu treiben. (Barbara Liese)

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