Teils weniger Kunden

Weihnachtsgeschäft in Korbach: Händler ziehen gemischte Bilanz

Belebt zeigt sich die Korbacher Fußgängerzone gestern Nachmittag. Die Bilanz des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts fällt bei den Einzelhändlern aber ganz unterschiedlich aus.
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Belebt zeigt sich die Korbacher Fußgängerzone am Donnerstagnachmittag. Die Bilanz des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts fällt bei den Einzelhändlern aber ganz unterschiedlich aus.

Der Dezember ist für Einzelhändler eine der umsatzstärksten Zeiten im Jahr. Nachdem die Geschäfte um Weihnachten 2020 wegen des Lockdowns geschlossen bleiben mussten, hat unsere Zeitung bei Händlern in Korbach nachgefragt: Wie lief das Weihnachtsgeschäft dieses Jahr?

Korbach – Eine Tasse Glühwein trinken, in der Dämmerung durch die belebte Innenstadt flanieren und entspannt Geschenke für Familien und Freunde kaufen – so sieht die Adventszeit in der Hansestadt in normalen Jahren aus. Gerade die Weihnachtszeit sorgt gewöhnlich für gute Umsätze. Doch der Einzelhandel kämpft schon das zweite Jahr in Folge mit der Corona-Pandemie. Die 2G-Regelungen hätten Kunden abgeschreckt, in der Folge hätten stationäre Händler vor Weihnachten deutliche Umsatzverluste erlitten, sagt der Branchenverband HDE.

Zwischen Zufriedenheit und Zweckoptimismus: So bilanziert der Einzelhandel in Korbach das Weihnachtsgeschäft. Andreas Küthe von „Zeitglanz Uhren und Schmuck“ in der Professor-Bier-Straße sieht es von der positiven Seite: „Wir sind froh, dass wir öffnen durften, vor einem Jahr hatten wir im Dezember einen Lockdown.“ Auch wenn die Umsätze des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts nicht an die Vor-Corona-Jahre heranreichten, seien sie jedoch in einem schwierigen Jahr, das mit einem Lockdown begonnen habe, wichtig gewesen. Den Grund für das allgemein schwächere Weihnachtsgeschäft sieht Küthe weniger in den 2G-Regeln als im Trend zum Onlinehandel, der sich in der Pandemie verstärkt habe.

„Es war ein etwas ruhigeres Weihnachtsgeschäft“, sagt Robert Kettschau von „Picco & Pedalo“ in der Skagerrakstraße. Durch das Babysortiment und die Fahrradwerkstatt ist sein Geschäft von den 2G-Regeln ausgenommen. Trotzdem seien die Kunden zurückhaltender gewesen. „Wir sind aber relativ zufrieden“, sagt Kettschau.

„Wir können uns überhaupt nicht beschweren“, sagt Harald Henkel vom „Ideenfachgeschäft Henkel“ in der Professor-Bier-Straße. Die Nachfrage nach Geschenken, Haushaltswaren und Dekorationsartikeln sei ungebrochen hoch. „Koffer bleiben dagegen liegen.“ Das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember sei gut gelaufen. „Die Leute suchen mehr Qualität und gönnen sich etwas Hochwertiges“, sagt Henkel.

„Das Weihnachtsgeschäft ist ganz gut gelaufen, angesichts der Pandemie sind wir auch mit dem gesamten Jahr ganz zufrieden“, sagt Heidi Ueberson vom Modehaus Manhenke am Berndorfer Tor. Gut angekommen seien unter anderem verschiedene Sonderaktionen für die Kunden. Gewachsen sei auch die Onlinesparte des Modehauses, insbesondere das „Click&Collect“-Angebot werde gut angenommen: Kunden suchen sich im Netz die Kleidung aus und holen sie dann im Geschäft ab. Heidi Ueberson betont außerdem: „Wir haben viel Platz, das Einkaufen ist sicher.“

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