Werks-Umbau bei Continental geht zügig voran

Die Kräne und Bagger sind im Einsatz; das Schild zeigt, wie es einmal werden soll: Am Tor 3 des Korbacher Continental-Werks wird derzeit der Neubau des Hochtechnologiezentrums errichtet. Ende Mai soll das Gebäude fertiggestellt sein. Foto: Hermann

Korbach. Es läuft rund bei der Continental: Während der Konzern ein Umsatzplus für 2015 ankündigte, wird der Standort Korbach mit Millionen-Investitionen um- und ausgebaut.

Der Continental-Konzern hat 2014 sein Jahresziel mit einem Umsatz von 34,5 Milliarden Euro erreicht. Für das laufende Geschäftsjahr 2015 strebe man ein Umsatzplus von fast neun Prozent auf rund 37,5 Milliarden Euro an, erklärte das Unternehmen am Donnerstag bei Vorstellung der vorläufigen Geschäftszahlen in Hannover.

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Ähnlich rund wie im Konzern insgesamt läuft es am Continental-Standort Korbach, in dem Auto-, Industrie-, Motorrad- und Fahrradreifen sowie Schläuche aller Art (ContiTech) gefertigt werden. Der Um- und Ausbau des etwa 3400 Mitarbeiter zählenden Werks geht zügig voran.

Wie berichtet, ist Ende Februar im Gewerbegebiet Raiffeisenstraße die neue Logistikhalle in Betrieb genommen worden. In ihr sollen etwa 200.000 Autoreifen und 1,5 Millionen Zweiradreifen (Motorrad- und Fahrradreifen) Platz finden. 25 Millionen Euro sind in den 47 000 Quadratmeter großen Neubau an der Korbacher Umgehungsstraße investiert worden.

Die zweite Großbaustelle der Conti in Korbach nimmt ebenfalls bereits Formen an. Auf dem Werksgelände entsteht am Tor 3 die so genannte „Fabrik in der Fabrik“. Für 45 Millionen Euro baut die Conti dort das neue High Performance Technology Center (Hochtechnologie-Zentrum). In der Anlage sollen ab Sommer 2016 Hochleistungsreifen für besonders sportliche und stark motorisierte Autos hergestellt sowie nach den optimalen Produktionsprozessen geforscht werden.

Nach dem symbolischen Spatenstich Anfang September vergangenen Jahres soll der Neubau mit einer Fläche von 12 000 Quadratmetern bereits im Mai fertiggestellt werden. Noch in diesem Jahr sollen nach den Plänen die ersten Probeläufe stattfinden. Nach dem Produktionsstart 2016 soll das Produktionsvolumen bis zum Jahr 2018 auf etwa 400 000 Ultra-High-Performance-Reifen - also Reifen in Größen von 19 bis 22 Zoll - hochgefahren werden.

Für den Bau auf dem Werksgelände mussten unter anderem Teile des Gebäudes 58 weichen. Für den weiteren geplanten Um- und Ausbau des Standorts zieht ein Teil des im Mai 2008 eröffneten und im Mai 2013 erweiterten Bereichs Zweiradreifen vom Elfringhäuser Weg in die neue Halle an der Raiffeisenstraße um. Dafür werden in die Halle am Elfringhäuser Weg Autoreifen eingelagert.

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