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Wissenschaft zum Anfassen: Alte-Landesschüler informieren sich im „Inno-Truck“ über aktuelle Forschung

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Von: Lutz Benseler

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Bis unters Dach vollgepackt mit moderner Technik: Der „Inno-Truck“ macht an der Alten Landesschule in Korbach Station und gibt den Schülern Einblicke in unterschiedliche Forschungsgebiete.
Bis unters Dach vollgepackt mit moderner Technik: Der „Inno-Truck“ macht an der Alten Landesschule in Korbach Station und gibt den Schülern Einblicke in unterschiedliche Forschungsgebiete. © Lutz Benseler

Ein Sattelzug voller Wissenschaft: Der „Inno-Truck“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat an der Alten Landesschule Station gemacht.

Korbach – „YuMi“, der kollaborative Roboter, baut mit seinen beiden präzisen Greifarmen eine Uhr zusammen. Das besondere: Der Roboter ist so konstruiert, dass er perfekt mit dem Mensch zusammenarbeitet. Die Arme sind gepolstert und reagieren auf Berührungen – so arbeiten Roboter und Mensch sicher miteinander. „YuMi“ ist das erste von mehr als 80 Exponaten, das sich die Schüler im „Inno-Truck“ anschauen.

„Es geht darum, Schülerinnen und Schüler für Technik und Innovationen zu begeistern“, erklärt der Biologe Dr. Peter Stoffels, der gemeinsam mit dem Molekularwissenschaftler Dr. Frank Kraus den Truck beim Halt in Korbach begleitet. Die Ausstellung im „Inno-Truck“ gibt eine anschauliche Übersicht über die unterschiedlichsten Forschungsgebiete – sie reichen von Mobilität über Digitalisierung und Energie bis hin zur Nachhaltigkeit. Nach einer kurzen Einführung durch Dr. Stoffels können die Schüler den Truck selbst erkunden.

Über jedem Exponat ist ein interaktiver Bildschirm angebracht, mit dem sich die Schüler multimedial über Funktionsweisen und Zusammenhänge informieren können. Da gibt es unter anderem ein mobiles Rasterelektronenmikroskop. Aus der Medizintechnik wird die Spritze ohne Nadel gezeigt, die Wirkstoffe unter Druck nahezu schmerzfrei injiziert. In einer Vitrine ist eine „intelligente Feuerwehrjacke“ ausgestellt, die mit Sensoren ausgestattet ist und unter anderem die Vitalfunktionen wie Herzschlag oder Körpertemperatur des Trägers misst. Mit der Schutzkleidung wird der Gesundheitszustand der Einsatzkräfte ebenso überwacht wie die Umgebungsbedingungen.

Die gesammelten Daten werden automatisch an die zentrale Leitstelle gesendet. So kann die Einsatzleitung die Lage besser beurteilen und Befehle und Rückzugsmaßnahmen schneller einleiten. Ein in der Kleidung integriertes Ortungssystem ermöglicht das schnelle Auffinden von in Not geratenen Einsatzkräften.

„Wir fahren derzeit wegen der Pandemie hauptsächlich Schulen an“, erklärt Dr. Stoffels. Jeweils zwei Tage sind die beiden Wissenschaftler mit ihrem Truck-Manager vor Ort und halten auch Vorträge in den Klassen. „Parallel dazu bieten wir auch Online-Seminare an, auch die werden von den Schulen stark nachgefragt“, sagt der promovierte Biologe.

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