Waldecker Bank investiert sechs Millionen Euro

Wohnpark Voßhage vor Baustart: 19 Wohnungen für Senioren in Korbach geplant

Der geplante „Wohnpark Voßhage“: Drei Gebäude mit insgesamt 19 seniorengerechten Wohnungen sollen auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei entstehen.
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Der geplante „Wohnpark Voßhage“: Drei Gebäude mit insgesamt 19 seniorengerechten Wohnungen sollen auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei entstehen.

In der kommenden Woche rollen schon die Bagger: Auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Voßhage in Korbach sollen bis Ende 2022 insgesamt 19 barrierefreie Seniorenwohnungen entstehen. Die Waldecker Bank investiert sechs Millionen Euro in das Projekt.

Die Waldecker Bank eG hat das Gelände der Gärtnerei von der Wohnpark Voßhage GmbH & Co KG über eine ihrer Tochtergesellschaften erworben. „Nach Abschluss des notariellen Kaufvertrages liegt inzwischen auch die Baugenehmigung vor, sodass der Startschuss zur Realisierung des Vorhabens in den nächsten Tagen erfolgt“, sagte Bankdirektor Karl Oppermann.

Nach den aktuellen Plänen soll die Wohnanlage insgesamt 19 Wohneinheiten umfassen und sich auf drei Wohngebäude verteilen. Das rund 2700 Quadratmeter große Grundstück wird damit großzügig gestaltet, um durch Außenanlagen und ausreichend Parkraum eine attraktive und angenehme Wohnatmosphäre zu schaffen. Frühere Absichten, auf dem Gelände deutlich mehr, nämlich 30 Wohneinheiten zu schaffen, scheiterten laut Waldecker Bank an den Vorgaben des Bebauungsplans. „Die jetzt vorliegenden Pläne stehen dagegen im Einklang mit den Bebauungsvorschriften, sodass keine weiteren Verzögerungen etwa durch Planänderungen entstehen können“, erklärte Oppermann.

Sind sich handelseinig geworden: (von links) Carsten Hohmann, Bereichsleiter Firmenkunden Waldecker Bank, Andreas Göpel, Geschäftsführer der Wohnpark Voßhage und Bankdirektor Karl Oppermann.

Die Gesamtinvestition bewegt sich in der Größenordnung von etwa sechs Millionen Euro. Oppermann: „Für die Bank ist das Projekt Teil einer geschäftspolitischen Neuausrichtung hin zu Direktinvestitionen in Immobilien.“

Das Wohnangebot richtet sich laut Bank vorrangig an Personen, die Ausschau nach bedarfsgerechten Wohnungen für das Alter halten und dafür vielfach auch bereit sind, ihr Haus oder ihre bisherige Wohnung aufzugeben. Die Wohnungen selbst sind zwischen 60 und 120 Quadratmeter groß und bleiben hinsichtlich der Raumaufteilung bis zur Fertigstellung in gewissem Umfang variabel. Individuelle Wünsche der zukünftigen Bewohner können so noch berücksichtigt werden.

Die künftigen Bewohner können ein umfangreiches Servicepaket mit individuellem Zuschnitt mit der Johanniter-Unfallhilfe als Service-Gesellschaft vereinbaren. Dieses Service-Angebot ist in seinen Komponenten variabel und kann im Zeitablauf in dem Maße ausgebaut werden, wie die Eigenständigkeit altersbedingt abnimmt. Alle Wohnungen werden dabei mit technischen Ruf- und Assistenzsystemen ausgestattet, für Notrufe ebenso wie für die normale Kommunikation unter den Bewohnern, aber auch mit der Leitstelle der Johanniter.

Der individuelle Service beinhaltet dagegen etwa Terminvereinbarungen mit Ärzten, dem Friseur oder die Erledigung von Einkäufen. Das Konzept der Wohnanlage, die den Namen „Wohnpark Voßhage“ tragen soll, sieht vor, die Eigenständigkeit der Bewohner so lange wie möglich zu erhalten und Unterstützung nach ihrem jeweiligen Bedarf anzubieten. Im Unterschied zu anderen Angeboten im Bereich des „Wohnens mit Service“ sollen Mietinteressenten angesprochen werden, die noch ein vergleichsweise großes Maß an eigenständiger Versorgung und Unabhängigkeit mitbringen. Die Bank möchte die Immobilie im Eigenbestand halten, deshalb ist kein Erwerb von Wohnungseigentum vorgesehen. Als Ansprechpartner für Mietinteressenten hat die Waldecker Bank das Immobilienbüro Wiederhold in Korbach gewonnen.

Von Lutz Benseler

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