1. Startseite
  2. Lokales
  3. Frankenberg / Waldeck
  4. Korbach

Zukunft Stadtgrün in Korbach: Entwurfspläne für die nächsten Abschnitte vorgestellt

Erstellt:

Von: Lutz Benseler

Kommentare

Entlang der Stadtmauer: Der Weg zwischen Amtsgericht und Fußgängerzone wird umgestaltet.
Entlang der Stadtmauer: Der Weg zwischen Amtsgericht und Fußgängerzone wird umgestaltet. © Lutz Benseler

Die nächsten Abschnitte im Projekt „Zukunft Stadtgrün“ stehen in den Startlöchern: Bauamtsleiter Stefan Bublak hat die Entwurfsplanungen am Dienstag und Mittwoch in den Parlamentsausschüssen vorgestellt.

Korbach – Ein Schwerpunkt liegt auf der Laake: Die Planungen sehen einen Spiel-, Erlebnis- und Erholungspark vor. Baustart soll im zweiten Quartal 2023 sein, die Kosten liegen bei 1,44 Millionen Euro – die maximale Förderquote liegt bei 70 Prozent.

Die alte Hanse liefert die Idee auf dem Hügel: Ein Geflecht aus Netztunneln, Kletterseilen, Hängebrücken und anderen Kletterseilelementen mit Einsteigen symbolisiert die weitreichende Verbindung der früheren Hanse. Das Ende der „Netzreise“ bildet ein Turm auf dem Hügel mit einer langen Rutsche.

Zusätzliche Spiel- und Sportangebote sollen sich in der Ebene davor verteilen. Ein Trampolinparcours und ein Basketballkorb sowie eine große Rasenfläche für verschiedene Ballspielarten und überhohe Schaukeln sind vorwiegend für ältere Kinder bis 14 Jahren gedacht.

Ein langes Dach – die „Spielbude“ – soll sich über einen Platz spannen. Gedacht ist die Fläche als Treffpunkt. Dort sind unter anderem Tischtennisplatten aufgebaut und eine lange Bank mit Tisch, die Picknicken einlädt. Das Dach ist eine Stahl-Holzkonstruktion und wird begrünt und bietet den Besuchern Schutz bei Regenschauern.

Für die kleineren Kinder hält ein separater Bereich Spielmöglichkeiten parat. Auch hier reisen die Kinder auf den Spuren der Hanse durch eine Spiellandschaft mit Stegen, Röhren über Berg und Tal. Eine Rutsche und eine Kleinkinderschaukel werden integriert. Der Bereich ist mit Hecken, einem Zaun und einer schattenspendenden Pergola eingegrenzt. Ein Törchen schließt das Areal ab. Den Eltern werden Sitzgelegenheiten unter der Pergola und im Spielbereich geboten.

Der zweite Schwerpunkt zieht sich vom Totenhagen bis zur Fußgängerzone. Der Totenhagen wird weitgehend so belassen, wie er ist. Nur die Eingangsbereichen an der Schulstraße und der Lengefelder Straße werden umgestaltet. Unter dem Motto „Friedhöfe erzählen Geschichte“ bereiten Stadtmarketing und Stadtarchiv außerdem eine digitale App vor mit Informationen über Gräber bedeutender Persönlichkeiten.

Der Herrschaftlichen Hagen ist bereits zum Teil umgestaltet worden. Hier hatte die Stadt 2019 zwei Gartengrundstücke gekauft und anschließend die Freifläche erweitert. Dort sollen noch drei kleine Plätze mit Sitzgelegenheiten und Bewegungsspielen für ältere Menschen entstehen. Die Parkplätze am Wollweberturm sollen Richtung Hagenstraße verlegt werden. Im Herrschaftlichen Hagen ist Platz für Extensivwiesen, Beeren- und Obstgehölze sowie Ruheplätze.

Zwischen Amtsgericht und C&A wird die Trennung zwischen Fußweg und Pflanzbeet aufgehoben, der Weg wird – wie im Stadtpark – mit einem Possehlbelag gestaltet. Die Bäume bleiben erhalten, dazwischen werden Pflanzinseln und Sitzbänke aufgestellt. Der Weg schließt mit einem länglichen Wassertisch – quasi ein Mini-Wasserfall – an der Fußgängerzone ab.

Baubeginn soll für diesen Abschnitt im dritten Quartal 2023 sein, die Kosten liegen bei insgesamt 2,5 Millionen Euro, auch hier gibt es bis zu 70 Prozent Fördermittel.

Auch interessant

Kommentare