Geistliche und soziale Hilfe leisten

Korbacher Hilfsorganisation Logos Global Vision besteht seit zehn Jahren

An der Spitze des achtköpfigen Logos-Teams in Korbach stehen: (von links) Rebecca Bigge, Büroleiterin, Helga und Heinrich Floreck (Gründer und Vorsitzender) sowie Claudia Black (zweite Vorsitzende und Geschäftsführerin).
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An der Spitze des achtköpfigen Logos-Teams in Korbach stehen: (von links) Rebecca Bigge, Büroleiterin, Helga und Heinrich Floreck (Gründer und Vorsitzender) sowie Claudia Black (zweite Vorsitzende und Geschäftsführerin).

Hilfe für Körper, Seele und Geist: Seit zehn Jahren unterstützt die Korbacher Organisation Logos Global Vision Menschen in Krisen und Katastrophen und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem engagiert sich der Verein für Kinderpatenschaften, Seelsorge und hat 39 Bibelschulen in zwölf Ländern gegründet.

Korbach – Heinrich Floreck hat das christliche Hilfswerk im April 2011 aus der Taufe gehoben. „Mittlerweile sind wir in Deutschland, Afrika, Osteuropa und Asien aktiv“, sagt seine Tochter Claudia Black, zweite Vorsitzende und Geschäftsführerin des Vereins. Ein Schwerpunkt liegt auf den Ländern Tansania, Madagaskar, Kenia, Rumänien, Bulgarien und Indien. Dort will Logos mit Entwicklungshilfe-Projekten nachhaltig Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Unter anderem hat die Hilfsorganisation Kindertagesstätten aufgebaut oder landwirtschaftliche Großprojekte initiiert. In Bulgarien betreibt Logos die Aufklärungskampagne „Augen auf“, um Frauen vor der Zwangsprostitution zu schützen. In Indien ist Logos in drei Lepra-Dörfern aktiv.

Ernährung, Bildung, medizinische Grundversorgung sind die wichtigsten Ziele. Die Projekte sollen nach dem Anschub durch Logos wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen, um wirklich nachhaltig zu wirken. „Und das funktioniert“, sagt Claudia Black. Mit den Erlösen aus einer Mangofarm finanziert sich beispielsweise ein Kinderheim in Tansania.

Genauso wichtig sei aber auch der seelsorgerliche Ansatz, sagt Black: „Wir unterstützen ganzheitlich und verknüpfen geistliche und soziale Hilfe.“ Neben Seelsorgeangeboten und Bibelschulen bietet Logos auch Seminare zur Lebensberatung an.

Die Motivation zu helfen, schöpft Gründer Heinrich Floreck aus der eigenen Biografie: Als kleiner Junge wurde seine Welt durch den Zweiten Weltkrieg zerstört, er erlebte Not, Angst und Verfolgung. Als junger Mann habe ihn schließlich der tödliche Unfall eines Freundes dazu gebracht, sich zum christlichen Glauben zu bekennen, erzählt Floreck. 1981 gründete er das Hilfswerk Ora, im April 2011 folgte Logos. Über viele Jahre baute er Kontakte zu Vertrauenspersonen in vielen Ländern auf. „Gemeinsam entwickeln wir Projekte auf Augenhöhe“, sagt Floreck. „Wir machen die Arbeit sehr gerne. Das ist kein Beruf, sondern eine Berufung“, ergänzt Claudia Black.

Die aktuelle Jubiläums-Aktion des Vereins hat den Namen „Dach drauf“: Im Dorf Kidete in Tansania möchte Logos eine Schule für 25 Kinder bauen. Bislang können nur 20 Prozent der Kinder dort eine Schule besuchen. Baustart war bereits, 6200 Euro fehlen noch für die Fertigstellung. In einem zweiten Schritt ist ein Anbau für weitere 25 Kinder geplant, inklusive Toiletten und einer Schulküche. „Eine gute Bildung ist der Schlüssel, um der Armut zu entfliehen. Kinder, die zur Schule gehen, haben später bessere Berufsaussichten“, sagt die Geschäftsführerin.

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