Kräutermarkt lockte 1000 Besucher nach Frankenberg

Frankenberg. Kräuter, Setzlinge und ganz viel Handgemachtes - Das ist der Kräutermarkt in Frankenberg. Der Markt fand jetzt wieder am Internationalen Museumstag im Klostergarten statt.

Trifft ein Grünes Zebra auf Amaretto - was klingt wie der Beginn eines Witzes, wurde am Sonntag auf dem Kräutermarkt in Frankenberg Realität. Allerdings ist das Grüne Zebra eine Tomatensorte und die Weinraute steuerte den Geruch nach Amaretto bei, wenn man sie zerreibt. Beide Pflanzen gab es auf dem Kräutermarkt im Hof des ehemaligen Kloster St. Georgenberg zu kaufen.

Regionalität steht im Mittelpunkt. Trotzdem waren einige der Pflanzen weit gereist: „Unsere mussten erst einmal eine Autobahnfahrt überstehen“, erklärt Wina Diekhof, die aus Witzenhausen angereist ist und an ihrem Stand „Knofi und so“ neben Knoblauch auch Gemüsepflanzen verkauft. Sie ist zum ersten Mal da und begeistert von der schönen Atmosphäre im Innenhof des Landratsamtes.

Das ist auch Kundin Danuta Schönewolf, die Tomatenpflanzen am Stand gekauft hat. „Hier hat man das gute Gefühl, dass die Leute voll hinter dem stehen was sie machen“, begründet die Frankenbergerin ihre Entscheidung auf dem Markt zu kaufen.

Musikalische Unterhaltung : Die Blechbläser der Musikschule Frankenberg mit ihrem Leiter Rinaldo Blechschmidt spielten unter anderem den Imperialen Marsch aus den Star-Wars-Filmen.

„Wir freuen uns, dass es wieder mehr Stände mit Pflanzen gibt“, sagt Steffi Oberlies, die mit zum ehrenamtlichen Organisationsteam gehört. Schon im Januar beginnt das Orga-Team mit den Vorbereitungen. „Wir würden uns da mehr Unterstützung vom Landkreis wünschen“, sagt sie.

Sohn Luzius hat andere Sorgen. Er verkauft an einem kleinen Stand selbstgedrechselte Schüsseln, Dosen und Kugeln. Denn neben Pflanzen gibt es auf dem Markt an den 40 Ständen auch allerlei Handwerkliches. An einem Stand schmiedet zum Beispiel Gerald Lanz. Nicht nur zur Schau: „Ich mache gerade einen Teil der Geländererhöhung für die Kirche in Dodenau“, erklärt der Rosenthaler. Der zehnjährige Leo schaut gebannt zu: „Es ist erstaunlich zu sehen, wie man durch die Hitze das harte Eisen biegen kann“. Ebenso gebannt, ist der kleine Ramon, der mithilfe von Gänseblümchen versucht, die Aufmerksamkeit der Deutschen Sperber auf sich zu locken, die am Stand des Nabu in einem Freigehege hocken. Die alte Hühnerrasse ist zu Gast, da sie, wie viele der Pflanzen und Kräuter, inzwischen selten geworden ist. „Es geht darum, biologisch-ökologische Vielfalt zu zeigen und die kulturelle Landschaft in unserem Landkreis zu bereichern“, sagt Organisatorin Oberlies.

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