Familien- und Abendstück erst 2023

Kreativ die Saison retten: Freilichtbühne Korbach übt kurze Stücke ein

Das Ensemble der Korbacher Freilichtbühne übt coronaverträglich einige kurze Stücke ein und hofft, diese im Sommer auf die Bühne im Schießhagen bringen zu dürfen.
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Das Ensemble der Korbacher Freilichtbühne übt coronaverträglich einige kurze Stücke ein und hofft, diese im Sommer auf die Bühne im Schießhagen bringen zu dürfen.

Das Ensemble der Korbacher Freilichtbühne übt coronaverträglich einige kurze Stücke ein und hofft, diese im Sommer auf die Bühne im Schießhagen bringen zu dürfen.

Korbach – Auf den Bühnen unseres Landes geht seit einem Jahr nichts mehr. Die Lockdowns machten die geplanten Aufführungen der vergangenen Saison unmöglich, und auch in diesem Jahr sind Treffen zum Proben wegen der Kontaktbeschränkungen nicht möglich. Das macht alle Planungen zunichte. Auch die Spielsaison der Freilichtbühnen ist davon betroffen, und viele haben bereits alles abgesagt, die Spielzeit 2021 findet praktisch nicht statt.

Die Korbacher Freilichtbühne möchte sich aber nicht unterkriegen lassen und arbeitet gerade daran, die verkorkste Saison wenigsten noch etwas zu retten.

2020 liefen die Vorbereitungen für die beiden geplanten Stücke bereits auf Hochtouren, mit Proben, Kostümgestaltung und Kulissenbau. Auf dem Programm hatte als Kinderstück „Das kleine Gespenst“ nach dem bekannten Kinderbuch von Otfried Preußler, eine fröhliche Geschichte rund um Freundschaft, gestanden: Fantasiefiguren treffen auf Wirklichkeit. Als Abendstück war das Stück „Sugar – Manche mögen‘s heiß“ nach dem berühmten Film aus dem Jahr 1959 mit Marilyn Monroe vorgesehen: Eine Gangstergeschichte, Verwechslungs- und Liebeskomödie mit Situationskomik und viel Gesang. Proben und weitere Vorbereitungen mussten dann Corona bedingt abgesagt und auf 2021 verschoben werden.

Leider ist die Situation aktuell nicht besser. Proben via Skype geht nur bedingt, irgendwann muss die direkte Begegnung her, und die ist derzeit nicht möglich. Eine Lockerung der Beschränkungen ist auch nicht absehbar, sodass dem Ensemble die Zeit davonläuft. Schweren Herzens mussten die geplanten Stücke und die Aufführungen bereits zum zweiten Mal abgesagt werden und die Klamotten und Kulissen wieder im Lager im Steinhaus verschwinden. Aufgeschoben auf 2023, sagen die Hobbyschauspieler, denn 2022 wird der Schießhagen samt Freilichtbühne umgebaut.

Aber das Team von der Freilichtbühne gibt nicht so schnell auf, das hat es über die Jahre nie getan, wenn Schwierigkeiten auftauchten. Sie haben sich Alternativen überlegt. „Wir haben ein kleines Programm auf die Beine gestellt“, sagt die Vorsitzende Sabine Lessing. Mehrere kleine Stücke und Kurzgeschichten werden gerade eingeübt und sollen aneinandergereiht auf die Bühne gebracht werden. Das geht mit kleiner Besetzung und hat den Vorteil, dass nur jeweils wenige Personen auf der Bühne stehen. Auch das Proben ist damit einfacher. Für Erwachsene gibt es kleine Dramoletten mit schwarzem britischen Humor und philosophischen Gedanken über das Leben.

Für Kinder gibt es fantasievolle Geschichten mit Drachen, Hexen und Zauberland und zwei Außerirdischen. Das Publikum wird interaktiv in die Handlung mit einbezogen. Kulissen sind für die Aufführungen nicht nötig. So hoffen die Akteure derzeit, die geplanten Aufführungstermine ab dem 7. Juli beibehalten zu können: Im Freien, mit weniger Zuschauern und mit Hygienekonzept sollte das funktionieren. Aber so genau kann das noch niemand sagen.

Ein abendfüllendes Programm wird dann durch mehre Stücke hintereinander möglich. Auch könnte man das Programm abkürzen, wenn die Umstände es verlangen und das Eintrittsgeld entsprechend anpassen. „Wir wollen, dass die Menschen lachen können“, so Sabine Lessing. (Hans Peter Osterhold)

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