Agentur für Arbeit

3817 Menschen aus Waldeck-Frankenberg im Mai arbeitslos gemeldet

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Agentur für Arbeit – Symbolbild. 

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im Mai 3817 Menschen arbeitslos gemeldet – 193 mehr als im April (plus 5,3 Prozent) und 870 mehr als im Mai 2019 (plus 29,5 Prozent). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent.

Waldeck-Frankenberg – Die ersten Lockerungen nach den Corona-Einschränkungen machen sich auf dem Arbeitsmarkt noch nicht bemerkbar. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Korbach hat sich im Mai jedoch verlangsamt.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im Mai 3817 Menschen arbeitslos gemeldet – 193 mehr als im April (plus 5,3 Prozent) und 870 mehr als im Mai 2019 (plus 29,5 Prozent). Dies entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. 1666 Betriebe im Landkreis haben im Zeitraum März bis 27. Mai Kurzarbeit angezeigt, mit knapp 28.300 potentiell betroffenen Arbeitnehmern.

Korbach und Bad Wildungen

1839 Menschen ohne Arbeit waren im Mai in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 104 mehr als im April (plus 6 Prozent) und 447 mehr als im Mai 2019 (plus 32,1 Prozent). Die Quote stieg auf 4,4 Prozent, im Vormonat lag sie bei 4,2 Prozent.

Frankenberg

1135 Arbeitslose meldet die Geschäftsstelle Frankenberg. Das entspricht einem Anstieg um 56 Personen (plus 5,2 Prozent) gegenüber April und von 264 gegenüber Mai 2019 (plus 30,3 Prozent). In Frankenberg liegt die Quote bei 4,0 Prozent und damit 0,3 Punkte höher als im April 2020 und 1 Prozent höher als im Mai 2019.

Bad Arolsen

843 Menschen ohne Beschäftigung sind in der Geschäftsstelle Bad Arolsen aktuell erfasst. Im Vergleich zu April sind das 33 Menschen mehr (plus 4,1 Prozent) und zu Mai 2019 sind es 159 Personen mehr (plus 23,2 Prozent). Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt hier 4,8 Prozent, im April waren es 4,6 Prozent und im Mai des Vorjahres 3,9 Prozent.

„Üblicherweise ist von April auf Mai ein leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu erwarten. Insofern zeigt der Anstieg der Arbeitslosigkeit um rund 30 Prozent innerhalb eines Jahres deutlich die Corona-Auswirkungen“, sagt Manfred Hamel, Geschäftsführer operativ der Korbacher Arbeitsagentur.

Die Zahl der Menschen, die von der Arbeitslosigkeit direkt wieder in Erwerbstätigkeit einmünden konnten, ist gegenüber Mai 2019 ums fast 40 Prozent zurückgegangen. Der Bestand an offenen Stellen sei um ein Viertel und der Stellenzugang im eigentlich einstellungsstarken Monat Mai um ca. 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen. „Eine wesentlich schlechtere Entwicklung konnten wir aber durch das Instrument Kurzarbeitergeld verhindern“, bilanziert Hamel.

Neu arbeitslos gemeldete Personen gab es im Mai in allen Wirtschaftszweigen. Schwerpunkte lagen beim verarbeitenden Gewerbe, beim Handel, Gastgewerbe und der Zeitarbeit.

Auch im Mai haben weitere Betriebe Kurzarbeit angezeigt, bis zum 27. Mai gingen im Agenturbezirk Korbach nach vorläufiger Erhebung 175 Anzeigen ein. Damit haben vom März bis Mai 2020 insgesamt 3082 Betriebe Kurzarbeit angezeigt, von der maximal rund 42500 Frauen und Männer betroffen sein könnten.

Zahlen, wie viele Arbeitnehmer tatsächlich und in welchem Umfang kurzgearbeitet haben, liegen noch der Arbeitsagentur nicht vor. Die Betriebe haben drei Monate Zeit, ihre Abrechnungslisten einzureichen.

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