Mehr Polizeipräsenz im Straßenverkehr

Alkohol und Drogen: Kontrollen in Waldeck-Frankenberg nehmen zu

Waldeck-Frankenberg. Die Polizei in Waldeck-Frankenberg geht strikter gegen Drogen und Alkohol im Straßenverkehr vor. In den zurückliegenden Wochen hat es im gesamten Landkreis deutlich mehr Verkehrskontrollen gegeben als in den Jahren zuvor.

Auch in Zukunft wollen die Beamten die Zahl der Kontrollen ausweiten. Die Gründe liegen auf der Hand: Laut der aktuellen Kriminalstatistik registrierte die Polizei 2015 insgesamt 3927 Verkehrsunfälle. Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sind laut Polizeihauptkommissar Volker König besonders gefährlich und häufig unfallursächlich. 

Im Jahr 2015 gab es 111 solcher Unfälle. Darüber hinaus wurden bei Verkehrskontrollen 161 Fahrzeugführer erwischt, die unter Einfluss von Alkohol oder Drogen standen. Die Polizei geht zudem davon aus, dass deutlich mehr Fahrzeugführer unter Alkohol- und Drogeneinfluss auf Waldeck-Frankenbergs Straßen unterwegs sind, als die, die bei Verkehrsunfällen oder Kontrollen auffallen. „Die Wirkung von Alkohol und Drogen wird oft unterschätzt. Nach einer feuchtfröhlichen Feier ist man am nächsten Morgen häufig nicht fahrbereit. Es besteht die Gefahr von Restalkohol“, sagt König. 

Auch nach der Einnahme von verbotenen Drogen dürfe man tagelang kein Fahrzeug führen. Diese Substanzen seien bei Kontrollen nachweisbar. Die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg hat eigens eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich ausschließlich mit der Bekämpfung von Alkohol- und Drogendelikten im Straßenverkehr befasst. Die Arbeitsgruppe richtete von Februar bis Mitte März mehrere Kontrollstellen zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten ein. So musste auch der Schichtarbeiter nach der Nachtschicht vermehrt mit Verkehrskontrollen rechnen. Die Beamten stellten bei 26 Fahrzeugführern Alkohol oder Drogen fest.

Rubriklistenbild: © dpa

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