Mit Ehrgeiz nach Bayern

Angehende Agrarfachwirte aus Waldeck-Frankenberg treten bei Bundeswettbewerb an

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Eingespieltes Team: Steffen Schmal aus Sachsenhausen (links) und Marcel Löwer aus Herbelhausen haben sich für den Anfang Juni stattfindenden Bundesentscheid des Berufswettbewerbs Landwirtschaft in Bayern qualifiziert.

Herbelhausen/Sachsenhausen – Landessieger sind sie schon – jetzt wollen Marcel Löwer aus Herbelhausen und Steffen Schmal aus Waldeck-Sachsenhausen auch auf Bundesebene ihr Bestes geben

Die angehenden Agrarfachwirte haben sich für die nächste Runde des Berufswettbewerbs Landwirtschaft der Deutschen Landjugend qualifiziert, die vom 2. bis 6. Juni in der Region Ammersee in Bayern ausgetragen wird. Teilnehmen werden Teams aus ganz Deutschland.

Die Aufgabenbereiche erstrecken sich von Allgemeinwissen und berufstheoretischen Themen bis zu praktischen Anforderungen wie Tierbeurteilung oder einer Unterweisungsübung im Bereich Berufs- und Ausbildungspädagogik.

„Beim Bundesentscheid werden wir Hessen vertreten“, sagt Marcel Löwer. Der 21-Jährige und sein ein Jahr älterer Freund Steffen Schmal, übrigens der Sohn vom Hessischen Bauernpräsident Karsten Schmal, besuchen die Landwirtschaftliche Fachschule in Fritzlar. „Wir sind dort grade in der heißen Phase und müssen für unsere abschließenden Prüfungen lernen“, so Löwer.

Obwohl deshalb eigentlich wenig Zeit für die Vorbereitung auf den Wettbewerb bleibt, versuchen die beiden, alles unter einen Hut zu bekommen. „Nach dem Erfolg beim hessischen Landesentscheid entwickeln wir jetzt langsam noch ein bisschen mehr Ehrgeiz“, sagt Steffen Schmal.

Welche Chancen sie sich für die nächste Runde ausrechnen, sei „ganz, ganz schwierig zu sagen“. „Das hängt natürlich auch von den anderen Teams ab und wird noch mal richtig spannend“, betont Marcel Löwer.

„Wir sind aber schon optimistisch. Wir hoffen auf einen Platz im oberen Drittel“, ergänzt Steffen Schmal. Beide sind ein eingespieltes Team: „Steffen ist der bessere Ackerbauer und ich kenne mich besser mit Tierzucht aus – das ergänzt sich ganz gut“, so Löwer. „Präsentationen liegen uns beide gut.“ Einigkeit herrscht auch darüber, wie die Zukunftsplanung aussieht: Beide wollen in die elterlichen Betriebe einsteigen. Landwirtschaft habe ihm schon immer Spaß gemacht, sagt Steffen Schmal.

Es gebe immer wieder neue Herausforderungen und bleibe spannend. „Das gilt vor allem auch für den technischen Bereich“, ergänzt Löwer. „Wer hätte vor 30 Jahren schon gedacht, dass Kühe mal automatisch gemolken werden.“

Neben den stolzen Eltern – beide Väter haben es im Berufswettbewerb Landwirtschaft auch schon mal bis zum Landesentscheid geschafft – drückt auch Matthias Eckel vom Kreisbauernverband den beiden die Daumen: „Mit solchen gut ausgebildeten, motivierten jungen Leuten sind die großen Herausforderungen, vor denen die Landwirtschaft in der Zukunft steht, kein Problem“, sagt er.

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