Polizei sucht nach Zeugen

Gaststätte auf der Sackpfeife ist komplett ausgebrannt

Nur noch wenige Überreste sind zu sehen: Die Berghütte an der Sackpfeife ist komplett ausgebrannt. Foto: Polizei Marburg/nh

Sackpfeife. Die Waldgaststätte auf der Sackpfeife ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bis auf die Grundmauer niedergebrannt.

Dicke Rauchschwaden ziehen über Biedenkopfs Hausberg Sackpfeife. Dort, wo einst die Berghütte stand, ragt nun nur noch der Kamin in den Himmel. Drumherum ein Trümmerfeld. Der Schaden an der etwa 110 Quadratmeter großen Waldgaststätte wurde erst am Freitagmorgen um kurz nach 7 Uhr von einem städtischen Mitarbeiter entdeckt, teilte Polizeisprecher Martin Ahlich mit. Der Mitarbeiter informierte Polizei und Feuerwehr. Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen. Der Schaden des komplett zerstörten Gebäudes beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 140000 Euro. 

Die Ursache des Brands ist bislang noch vollkommen unklar. „Alles, was hier aktuell diskutiert wird, ist noch reine Spekulation“, sagt der Polizeisprecher. Zuletzt bewirtschaftet wurde die Gaststätte am Donnerstag, 4. Mai. Gegen 22 Uhr waren laut Polizeiangaben noch keine Auffälligkeiten festzustellen. Der Wald blieb verschont Als die 28 Feuerwehrleute aus der Kernstadt Freitagfrüh am Unglücksort eintreffen, ist die Hütte schon komplett niedergebrannt. 

Aktualisiert um 15.30 Uhr

Die gute Nachricht: Das Feuer blieb auf die Hütte beschränkt und griff nicht auf den Wald über. „In diesem Falle hatte das nasse Wetter der vergangenen Tage etwas Positives“, erklärt Stadtbrandinspektor Kai-Michael Koch. Andererseits sei wohl auch das Wetter dafür verantwortlich, dass der Brand nicht früher bemerkt wurde, vermutet der stellvertretende Stadtbrandinspektor Martin Herterich. Wegen des dichten Nebels waren weder Rauch noch Feuerschein zu sehen. 

Gegen 11 Uhr sind Biedenkopfs Feuerwehrleute noch immer mit Löscharbeiten beschäftigt. Mitarbeiter des Bauhofs ziehen die Trümmerteile auseinander. Ein Bagger ist im Einsatz, der die Asche- und die Schuttschicht lockert, damit die Feuerwehrleute mögliche darunterliegende Glut- und Brandnester löschen können. Und die Feuerwehr riegelt den nahe gelegenen Gas-Tank ab. 

„Eine Katastrophe“, sagt Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig. „Mit der Zerstörung der Berghütte wurde das Herzstück der Freizeitzentrums herausgerissen.“ Die Stadt werde einen Krisenstab bilden, der sich mit der Zukunft des gastronomischen Angebots auf der Sackpfeife beschäftigen werde, kündigt der Bürgermeister an. Es gebe jetzt vieles zu klären – angefangen bei den Fragen zur Versicherung bis zu den Planungen der Neukonzeption. Auch ein Neubau der Hütte sei denkbar. 

Die Berghütte auf der Sackpfeife hatte erst kürzlich einen neuen Pächter gefunden. Der Marburger Michael Funk hatte den Gaststättenbetrieb übernommen und an Ostern das erste Mal geöffnet. Noch vor der Neueröffnung am Karfreitag hatte der Gastronom erklärt, dass er sein Angebot im Laufe des Jahres optimieren wolle. Hinter der Hütte könnten beispielsweise Strandkörbe und Sonnenliegen aufgestellt werden, sagte er damals. In der Gaststätte wollte er die Bestuhlung ein wenig aufmöbeln; auch für andere Bereiche schwebten ihm bereits Verbesserungen vor. 

Hinweise: Kripo Marburg, Marburg, Tel. 06421/4060

Von Christian Röder und Sascha Valentin

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