Mehr als 900 Schüler informierten sich über Berufe

Besucherrekord beim Waldeck-Frankenberger Job Day

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Jobmesse im Kinosaal: (vorne von links) Bruno Wenzel, Jaime Jatkarow, Paul Emde sowie (hinten von links) Mika Macek, Leon Stäuber, Moritz Schwalm, Johannes Rogowski, Manuel Birkholz und Finn Maurer von der Frankenberger Edertalschule lauschen einem Vortrag. 

Waldeck-Frankenberg – Der „Job Day“ im Korbacher Kino hat sich als voller Erfolg entpuppt: 900 Schüler und weitere Interessierte haben sich auf Einladung von Agentur für Arbeit, Kreishandwerkerschaft sowie Industrie- und Handelskammer über Ausbildungen, Studium und die vielen weiteren Facetten der Zeit nach der Schule informiert.

66 Aussteller fanden in und vor dem Kino Platz und präsentierten weit über 300 Berufe, erklärt Manfred Hamel, operativer Geschäftsführer bei der Agentur für Arbeit. „Anhand dieser Zahl sieht man, wie sich der Ausbildungsmarkt gedreht hat“, sagt Kai Bremmer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

500 an einer Ausbildung interessierte junge Menschen sind der Agentur für dieses Berufsberatungsjahr gemeldet – und 560 noch offene Ausbildungsplätze. Die Zahlen im Bereich der IHK Kassel-Marburg sprechen eine ähnliche Sprache, fügt Bildungsberater Björn Duen hinzu: In ihrer Lehrstellenbörse finden sich 400 offene Plätze.

„Während sich die Betriebe früher zurücklehnen konnten, während sie auf Auszubildende warten, werden sie mittlerweile aktiver – und das müssen sie auch“, erläutert Kai Bremmer. Dass die Firmen auf potenzielle Bewerber zukommen müssen, sei für diese eine Gelegenheit: Gerade, aber nicht nur im Handwerk sei der „Job Day“ auch eine Gelegenheit, über Praktika zu reden. „Da krieg ich doch den besten Eindruck, ob ein Beruf mir gefällt“, sagt Kai Bremmer. Und im Gegenzug lerne der Betrieb Interessierte in der Praxis kennen, fügt Björn Duen hinzu.

Eine weitere Folge des Nachwuchsmangels: „Betriebe gucken nicht mehr so sehr auf die Noten“, erklärt Manfred Hamel. Auf dem Ausbildungsmarkt bekomme jeder seiner Chance. Allerdings, hakt sich Kai Bremmer ein, seien einige Tugenden mehr denn je gefragt: Dinge wie Motivation, Pünktlichkeit und soziales Verhalten im Kollegenkreis.

VON WILHELM FIGGE

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