Kabelnetz-Probleme erst am Donnerstag behoben

Blitzeinschläge und umgestürzte Bäume im Landkreis Waldeck-Frankenberg

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Schweres Gewitter über dem Frankenberger Land. So sah es über Geismar aus.

Waldeck-Frankenberg. Unwetterartige Regenfälle und Blitzeinschläge haben die Feuerwehren und Notdienste der Energieversorger am Mittwochabend und Donnerstag in Atem gehalten. In Viermünden mussten Helfer gegen 18 Uhr einen umgestürzten Baum entfernen. In Somplar war eine Fichte auf eine Stromleitung gestürzt.

In Laisa schlug um 19.10 Uhr der Blitz in den Schornstein eines Einfamilienhauses ein. Die Feuerwehren Battenberg und Laisa rückten mit 19 Einsatzkräften an. Wehrführer Jörg Herzog stellte außer einer verschmorten Schornsteinverkleidung keine weiteren Schäden fest.

In mehreren Orten des Altkreises Frankenberg kam es zu Unterbrechungen der Stromversorgung. Besonders betroffen war laut Thorsten Röder, Technischer Leiter der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF), der Frankenberger Ortsteil Geismar. Kurzzeitige Ausfälle gab es in mehreren anderen Orten. Die Stromausfälle konnten laut Röder durch Umschaltarbeiten meist schnell behoben werden.

Aktualisiert um 17.06 Uhr

Ziemlich sauer waren mehrere Anrufer am Donnerstag auf den Kabelnetzbetreiber Unitymedia. „Es kann doch nicht sein, dass am nächsten Tag um 12 Uhr immer noch nichts funktioniert!“, schimpfte ein Anrufer aus Altenlotheim gegenüber der HNA. Dort ist Funkloch. Das heißt, man hätte im Notfall auch per Handy keinen Notruf absetzen können. Auch bei Haushalten in Battenberg und Allendorf funktionierte weder Internet noch Fernsehen oder Telefon.

Laut Olaf Winter, Pressesprecher von Unitymedia Köln, gab es nach dem Gewitter von Mittwochabend „eine ganze Reihe“ von Störungsmeldungen. Etwa 3000 Unitymedia-Kunden im Altkreis Frankenberg seien betroffen, sagte Winter. Gegen 4.30 Uhr in der Nacht hätten Techniker herausgefunden, dass der Schaden größer sei. Man habe zum einen „ein Kabel geflickt“ und habe zum anderen ein Technik-Gebäude der Telekom betreten müssen. Dies sei aber erst am Donnerstag um 13 Uhr möglich gewesen. Winter: „Seit 14.45 Uhr sind alle Schäden behoben.“

Laut Axel Voigt, Pressesprecher der Energie Waldeck-Frankenberg, kam es zu kurzzeitigen Stromausfällen in Geismar, Ellershausen, Louisendorf, Oberholzhausen und Lehnhausen. Ursache waren laut Voigt „Blitzeinschläge in das Freileitungsnetz, die Abschaltungen zur Folge hatten“. Bis zu 30 Minuten ohne Strom waren Münden, Neukirchen und Sachsenberg.

Mehr Glück als Verstand hatte ein 23-jähriger Jäger aus Diemelsee. Der Mann bezog am Mittwoch gegen 18 Uhr eine geschlossene Kanzel im Hochwald, weil nach einem Gewitter das Rehwild gerne durch die Wälder und Wiesen zieht. Ein Blitz schlug gegen 19.10 Uhr nur zwei Meter neben der Kanzel in eine Fichte ein und spaltete den Stamm. Daraufhin zog es der 23-Jährige vor, nach Hause zu gehen. (nh/off) www.112-magazin.de

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