Polizisten achten auch auf Handyverstöße

Blitzmarathon: Trotz Ankündigung fuhren einige zu schnell

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Blitzmarathon 2015: Hier eine Kontrollstelle an der Bundesstraße 450 bei Bad Arolsen am Twistesee.

Waldeck-Frankenberg. Trotz Ankündigungen sind in den ersten Stunden des Blitzmarathons am Donnerstag mehrere Temposünder im Landkreis Waldeck-Frankenberg zu schnell gefahren.

Die Verstöße blieben aber nach ersten Informationen weitgehend im Rahmen.

Die Polizei hatte im Vorfeld des dritten bundesweiten Blitzmarathons, der erstmals auch europaweit durchgeführt wird, über einen längeren Zeitraum auf die Aktion hingewiesen. Seit 6 Uhr am Donnerstagmorgen sind Polizeibeamte, aber auch Mitarbeiter der Kommunen, im Einsatz, um im Kampf gegen Raser Präsenz zu zeigen.

Die Polizei veröffentlichte sogar die geplanten Messstellen - ohne die genauen Zeiten zu nennen. Während viele Verkehrsteilnehmer mit spürbar gemäßigtem Tempo unterwegs sind, stellen die eingesetzten Kräfte aber immer wieder Verstöße fest.

Wer vom Laserstrahl des Messgerätes erfasst und als zu schnell gemessen wird, der muss sich an Ort und Stelle einer Kontrolle unterziehen. Auf der B 450 zwischen Bad Arolsen und Landau zum Beispiel war das am Donnerstagmorgen auf einem Parkplatz am Twistesee häufiger der Fall. Der dortige Einsatzleiter Manfred Rasche unterstrich jedoch, dass es sich in den meisten Fällen um Verstöße „im unteren Bereich“ handele.

Auch auf Gurt- oder Handyverstöße achte man beim Messen, und bei der Kontrolle selbst würden die Kollegen auch schon mal einen Blick auf Verbandskasten, Warndreieck oder technischen Zustand der angehaltenen Autos achten.

Bei der Kontrolle am Twistesee waren am Vormittag auch Polizisten mit von der Partie, die ein geschultes Auge für Lastwagen haben. So stoppten die Beamten dort nicht nur Temposünder, sondern auch Brummifahrer. Ladungssicherung, Lenkzeitverstöße oder technische Mängel hatten die Polizisten dabei unter anderem im Blick.

Der Blitzmarathon, der ursprünglich für 24 Stunden angesetzt war, endet in diesem Jahr bereits um Mitternacht und somit nach 18 Stunden. Grund dafür ist offiziellen Angaben zufolge die Trauerfeier für die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich an diesem Freitag in Köln.

Verkehrsteilnehmer müssen aber über die geballte Aktion des Blitzmarathons hinaus immer damit rechnen, in eine Tempo- oder sonstige allgemeine Verkehrskontrolle zu geraten. Dabei war zuletzt an Karfreitag ein Raser auf der Korbacher Umgehungsstraße erwischt worden, der mit mehr als 180 km/h unterwegs war. (112-magazin)

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