Bilanz der Veranstalter

Eder-Bike-Tour: 5000 Radfahrer machten mit - die Strecke konnten sie selbst wählen

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Stempelstelle Seniorenzentrum Frankenberg: Hier machten (von links) Ellen Berghöfer, Thomas Gerlach, Guido Berghöfer und Dorothea Fröhlich eine kurze Pause. 

Rund 5000 Fahrradfahrer waren am Sonntag bei der Eder-Bike-Tour entlang der Eder unterwegs. Im Ederbergland war am meisten los. 

„Mal gucken, wie weit wir kommen.“ Diese Aussage hörte man oft bei der Eder-Bike-Tour. Viele Teilnehmer hatten zwar einen angepeilten Zielort im Visier, machten die endgültige Entscheidung aber oftmals von der Kondition und dem Wetter abhängig.

„Wir wollen bis Herzhausen und auch wieder zurück – wenn wir es schaffen“, sagte Petra Klein, die mit einer sechsköpfigen Gruppe in Battenberg gestartet war und sich den ersten Stempel in den Radpass an der Station in Battenfeld holte. Sie habe ausgerechnet, dass eine Strecke rund 33 Kilometer lang sei. „Wir sind alle mit E-Bikes ausgestattet, das ist das ideale Fahrzeug, dann kommen wir hinterher auch wieder nach Battenberg hoch“, ergänzte ihr Stammtischfreund Uwe Herkommer lachend.

Unterwegs mal einkehren 

Von Bottendorf bis Aue und wieder zurück wollte Erwin Neuschäfer radeln, der bis zu 6000 Kilometer im Jahr mit seinem Fahrrad zurücklegt, wie er uns erzählte. Den Eder-Radweg schätzt er vor allem, weil er „weitestgehend verkehrsfreundlich“ sei. „Auf den Straßen ist es ja sonst oft lebensgefährlich“, kritisierte er. Die Eder-Bike-Tour mache Spaß. „Und man kann unterwegs auch mal einkehren.“

In Battenfeld holten sich bei Reiner Vieth (rechts) auch Franziska Heß und Andreas Bode aus Battenberg einen Stempel in ihren Teilnahmepass. „Wir wollen unsere neuen E-Bikes testen“, sagten sie der HNA.

Ein geübter Radfahrer ist auch Willi Kirschner aus Dodenhausen, der mit knapp 79 Jahren gestern vermutlich einer der ältesten Teilnehmer bei dem Rad-Erlebnistag entlang der Eder war. „Ich fahre bis Bergheim, meine Frau fährt mit dem Auto hinterher und wir besuchen dort Freunde“, berichtete er bei seinem Start in Frankenberg. „Das ist heute nicht weit.“ Mit Freunden sei er schon mal am Bodensee unterwegs gewesen, da hätten sie 130 Kilometer pro Tag zurückgelegt.

Richtung Dodenau waren Vadim Nech und Sergey Nechayer unterwegs. „Wir sind mit dem Bus von Allendorf hierher nach Frankenberg gekommen“, sagte Nech, der zum zweiten Mal an der Eder-Bike-Tour teilnahm. „Wir sammeln auf jeden Fall Stempel und hoffen, dass wir auch was gewinnen.“ Wie in den vergangenen Jahren können alle, die entlang der Strecke drei Stempel gesammelt haben, bei einem Gewinnspiel mitmachen.

Das sagen die Veranstalter

Insgesamt seien rund 5000 Teilnehmer dabei gewesen, berichtete Gabriele Garthe, vom Touristik-Service Waldeck-Ederbergland, kurz vor Veranstaltungsende. „Es war richtig Leben auf der Strecke, wir sind zufrieden“, sagte sie. 

Allein an der Stempelstelle in Dodenau seien es mehr als 700 Radfahrer gewesen, in Hatzfeld seien schon am Vormittag bis 10.30 Uhr die ersten 300 Teilnehmer vorbeigekommen. Insgesamt wurden an dieser Stelle gut 1000 Pässe gestempelt. „Im Ederbergland war am meisten los“, berichtete sie. Einige Radfahrer legten sogar die Gesamtstrecke von 156 Kilometern zurück. 

Organisiert wird die jährliche Eder-Bike-Tour vom Touristik-Service Waldeck-Ederbergland, von der Ederbergland-Touristik, der Erlebnisregion Edersee und den Kommunen entlang der Eder

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